: Türkei bombardiert kurdische Dörfer
■ Streiks werden verboten/ Kurdische Musiktexte erlaubt
Istanbul (taz) — Während US-Bomber weiterhin vom türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik aus Ziele im Irak bombardieren, werfen türkische Kriegsflugzeuge entlang der irakisch-türkischen Grenze Bomben ab. „Die Dörfer Bawarde, Tuyane, Xirabdere, Badirme, Rabenga Kuzaf und Dornex sind verwüstet“, meldeten Kurden. Im Schatten des Golfkrieges versucht die Türkei, der kurdischen Autonomiebewegung den Garaus zu machen. Gleichzeitig kündigte die Regierung in Ankara an, daß das Gesetz, welches die kurdische Sprache verbietet, aufgehoben werden soll. Toncassetten und Schallplatten auf kurdisch — ohnehin faktische Realität in den kurdischen Gebieten — sollen nunmehr offiziell erlaubt sein. Kurdisch in Schulen, Büchern und Ämtern wird weiter verboten sein. Auf Anordnung der Regierung wurden alle Streiks verboten. Zwangsschlichtung ist angesagt. Gewerkschafter diskutieren Protestformen. SEITE 14
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