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Umstrittener HMI-Forschungsreaktor jetzt von Hassemer genehmigt

Berlin. Der unter der früheren rot- grünen Koalition jahrelang heftig umstrittene Forschungsreaktor am Berliner Hahn-Meitner-Institut (HMI) kann nun endgültig in Betrieb gehen. Umweltsenator Volker Hassemer (CDU) unterschrieb gestern die Betriebsgenehmigung für den Reaktor. Er soll mit einer sogenannten Neutronenquelle Experimenten mit Metallen, Halbleitern, Kunststoffen und Flüssigkeiten dienen. Die frühere Umweltsenatorin Michaele Schreyer hatte sich in den vergangenen zwei Jahren geweigert, den Reaktor zu genehmigen. Die von der Alternativen Liste nominierte Senatorin hatte die Ablehnung unter anderem mit der fehlenden Entsorgungsmöglichkeit der Brennstäbe begründet.

Das HMI ist eine von 13 Großforschungseinrichtungen in der Bundesrepublik und hat derzeit 800 Beschäftigte, teilte der Forschungsminister mit. Sein Budget betrage jährlich 110 Millionen Mark und werde zu 90 Prozent vom Bund und zu zehn Prozent vom Land Berlin finanziert. dpa

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