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Forderungen der Kumpel „berechtigt“

■ Russische Volksdeputierte stellen sich hinter die Bergarbeiter/ Niederlage für Boris Jelzin

Moskau (dpa/afp) — Zu Beginn ihres letzten Kongreßtages haben die russischen Volksdeputierten einen Beschluß verabschiedet, in dem sie die „Richtigkeit der Forderungen der (streikenden) Bergarbeiter“ anerkennen. Das meldete die amtliche sowjetische Nachrichtenagentur 'Tass‘. Mit großer Mehrheit nahmen die Abgeordneten den Antrag an, in dem „sofortige“ Verhandlungen mit den Streikenden gefordert wurden. Dagegen lehnte der Kongreß einen anderen Text zur Unterstützung der Bergleute ab, in dem darüber hinaus dem sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow und den zentralen Unionsbehörden das Mißtrauen ausgesprochen werden sollte.

Der Kongreß wendet sich in dem verabschiedeten Beschluß an alle Unionsrepubliken mit dem Vorschlag, eine gemeinsame Parlamentsgruppe der Republiken unter Beteiligung der Streikenden zu bilden. Diese soll „ein Programm sowie Methoden zur Realisierung der Forderungen (der Bergarbeiter) ausarbeiten“, heißt es darin weiter.

Der sowjetische Präsident Michail Gorbatschow und sein Ministerpräsident Walentin Pawlow wollten am Dienstag Vertreter der streikenden Berarbeiter im Kreml empfangen. Bei den Gesprächen soll ein Weg aus den wochenlangen Streiks gefunden werden, die die sowjetische Wirtschaft zunehmend blockieren.

Die Frage der russischen Präsidentschaft beschäftigte den Kongreß der Volksdeputierten Rußlands auch an seinem letzten Sitzungstag. Am Montag waren die Anhänger des russischen Parlamentspräsidenten Boris Jelzin mehrfach mit ihrer Forderung nach einer Entscheidung über die Einführung eines direkt gewählten Präsidenten gescheitert. Gestern wollte Jelzin nach eigenen Angaben darüber abstimmen lassen, ob zumindest das russische Parlament beauftragt werden soll, die für die Präsidentschaft notwendigen Verfassungsänderungen für einen nächsten Kongreß vorzubereiten.

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