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Trotz Greenpeace im Watt gebohrt

■ Greenpeace mit gestohlenen Bohrproben festgenommen / Statoil bohrt weiter

Norddeich — Mitglieder der Umweltschutzorganisation Greenpeace haben am Montag morgen im niedersächsischen Wattenmeer das Bohrschiffs „Flunder“ geentert und Bohrproben entwendet. Mit einem der vier Schlauchboote, die in der Ruhezone des Nationalparks Wattenmeer vor Norderney die Probebohrungen der norwegischen Firma Statoil blockieren, wurden die Proben nach Neßmersiel (Landkreis Aurich) gebracht und in ein Auto umgeladen. Die vor der „Flunder“- Besatzung alarmierte Wasserschutzpolizei aus Norddeich stoppte das Fahrzeug nach wenigen Kilometern. Zwei Umweltschützer wurden vorübergehend zur Feststellung ihrer Personalien festgenommen. Greenpeace plante, die Bohrproben im Rahmen einer Protestaktion der ehemaligen Greenpeace-Mitarbeiterin und derzeitigen Umweltministerin Monika Griefhahn in Hannover vorzuführen. Eine Bohrprobe befindet sich noch in Greenpeace-Besitz. Trotz der Behinderungen der Bohrarbeiten im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer konnten bislang 13 der 14 genehmigten Bohrproben entnommen werden, erklärte der Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, Claus Helbing. Bislang hatte das Umweltministerium in Hannover den Dienstag, 9. April, als letzten Termin für die Probebohrungen angegeben. Die Statoil erwartet, daß die Behörden die Durchführung der genehmigten Probebohrungen gewährleisteten. Die von Umweltschützern kritisierte Trassenführung durch die Ruhezone des Wattenmeers wird von Statoil in erster Linie aus Sicherheitsgründen bevorzugt. dpa

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