: Weiter gehen die NVA-Geschäfte
Hamburg (dpa) — Die SPD hat bis zur Klärung der Menschenrechtsfragen die sofortige Einstellung aller Waffenlieferungen an die Türkei durch die Bundesrepublik gefordert. Der verteidigungspolitische Sprecher der Sozialdemokraten, Walter Kolbow, erklärte in der 'Bild am Sonntag‘, Bonn transportiere weiterhin tonnenweise Munition und Waffen in die Türkei.
„Unter strengster Geheimhaltung“ bringt das Bundesverteidigungsministerium auch in den nächsten Monaten Waffen und Munition der früheren Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR in alle Welt, hieß es in der Zeitung. In die Türkei sollen vom Frühjahr an über 424 Millionen Schuß Munition, 105.000 Panzerfäuste, über 256.000 Maschinenpistolen vom Typ Kalaschnikow, 200 Raketen und Bomben sowie fünf Luft-Boden-Raketen gehen.
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