piwik no script img

Unbekannte Organismen entdeckt

■ Aliens in Rumänien?

Aliens in Rumänien?

Paris (AFP) — Eine große Anzahl bisher unbekannter Organismen hat ein französisch-rumänisches Wissenschaftlerteam in einer Höhlenformation in Rumänien entdeckt, die mindestens seit dem Tertiär völlig von der Außenwelt abgeschlossen ist. In den praktisch sauerstofflosen Höhlen in den Kalkfelsen von Dobrogea im Südosten Rumäniens konnten sie bislang 27 neue Arten ausmachen, darunter Spinnen und Blutegel, fleischfressende Rieseninsekten, Mollusken und Schalentiere sowie Schwefelwasserstoff verarbeitende Bakterien. Tiere und Pflanzen lebten anders als überirdisch nicht in einem Sauerstoffkreislauf, sondern in Symbiose mit den H2S verarbeitenden Bakterien in einem Schwefel- und Methankreislauf.

„Die Entdeckung dieses kontinentalen unterirdischen Systems, das völlig in sich geschlossen ist, stellt einen bislang einzigartigen Fall dar“, unterstrich die französische Ozeanologin Francoise Athia-Binche, die dem Forscherteam angehört. Vergleichbare autonome Ökosysteme habe man bisher nur in den unterseeischen Meeresgräben entdeckt. Alle bisher erforschten unterirdischen Höhlensysteme funktionierten dagegen im Austausch mit der Außenwelt — sei es durch Licht, Sauerstoff, Sickerwasser oder von außen eindringende Tierarten. Das Höhlennetz in Dobrogea, das sich „wie ein riesiger Schweizerkäse“ über mehrere tausend Quadratkilometer erstreckt und zufällig bei Probebohrungen für den Bau eines Kraftwerks entdeckt wurde, ist nach Angaben der französischen Wissenschaftlerin sehr schwer zugänglich. Für die Wissenschaftler stellt sich nun die Frage, ob das bislang unbekannte Ökosystem einen einzigartigen Fall darstellt oder nur die erste Entdeckung dieser Art ist.

Nach dem Erfolg der AfD bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt bangen viele Menschen um die Zukunft, es droht die erste AfD-Regierung. Das wäre eine (weitere) Zäsur für Deutschland. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen