■ Pro Asyl: Aeroflot unter Druck
Frankfurt/M. (epd) – Der Bundesgrenzschutz hat nach Angaben der Flüchtlingshilfeorganisation Pro Asyl mit Drohungen die Flucht eines Togolesen über Moskau in die Bundesrepublik verhindert. Die Münchner Beamten hätten der russischen Fluggesellschaft Aeroflot mitgeteilt, sie müsse für die Transportkosten aufkommen, falls der Flüchtling von Moskau nach Deutschland fliegen könne, erklärte Pro-Asyl-Sprecher Leuninger gestern. Dies sei eine deutliche Ausweitung der „Abschottungspraxis“. Der von Sicherheitsbehörden verfolgte oppositionelle Togolese sei aufgrund der Intervention in Moskau festgenommen und abgeschoben worden.
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen