: Goldige Kugel
Sie ist goldgelb, bis zu 50 Zentimeter hoch, schwach giftig, gehört zur Familie Hahnenfuß und hört auf den Namen Trollius europaeus. Nicht-Lateiner bezeichnen sie als Trollblume, was nicht heißt, daß sich nordische Wichtel gerne mit ihr schmücken: Das lateinische „trullus“ (rundes Gefäß) oder das altdeutsche „trol“ (kugeliges Gebilde) standen wohl bei der Namensgebung Pate. Seit gestern kann das goldige Kugelgewächs seinen vielen Namen - Kugelranunkel, Butterkugel, Eier-blom oder Wasserrolle, und das sind längst nicht alle - einen weiteren hinzufügen. Die „Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen“, würdig repräsentiert durch Vorstandsmitglied und Gründerin Loki Schmidt (links mit selbstgemaltem Troll-Blumenteller), kürte es zur Blume des Jahres 1995. Trollius soll, so gab die Altkanzler-Gattin zu bedenken, einmal mehr die stark gefährdete Kulturlandschaft Feuchtwiese ins Blickfeld rücken. bit / Foto: Markus Scholz
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen