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Unterm Strich

Der teuerste Film aller Zeiten und überhaupt etc., Kevin Costners „Waterworld“ mit 175 Millionen Dollar, ist irgendwie auch eine ziemlich riesige Pleite, wie verschiedentlich an dieser Stelle berichtet. Jetzt hat Regisseur Kevin Reynolds in der Schnittphase des „abgedrehten“ Werks das Handtuch geworfen. Wie Blickpunkt: Film berichtet, wollte Costner seine eigene Rolle durch den Schnitt (da kann man ja heute viel machen!) heroischer gestalten, als es Reynolds lieb war, woraufhin dieser seinem Schergendasein ein Ende machte. Jetzt dürfen die Produzenten, darunter auch Costner, selber murksen.

Ziemlicher Wahnsinn muß, dem Programmheft zufolge, in diesem Jahr wieder die „Ars Erotica“ (16. Mai bis 6. Juni) im Frankfurter Mouzonturm und anderen Spielorten werden. Die dargebotene „Kunst der Überschreitung“ bietet laut Veranstalter Aktionen „in aller Sinnlichkeit und Stille, in ästhetischer Direktheit und Provokation“ oder auch in „leidenschaftlicher Obszönität“. Von der dänischen Gruppe Von Heiduck kommt eine „Peepshow mit sado-masochistischen Ritualen“, ansonsten das Übliche: Cybersex mit Sensoranzügen (das macht doch heute jeder Neuköllner!), Akt-Ausstellungen sowie eine Nackte in Gelatine auf transparenten Folien. Schwerer haben es da kulturkritische Töne: Das spanische Theater Semola will einen „Blick auf Dekadenz und Kommunikationslosigkeit“ in der Erotik eröffnen.

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