: Stimmen der anderen
Selbst die eigenen Genossen befürchten, daß Oskar Lafontaine bei der Bundestagswahl in zwei Jahren gegen Helmut Kohl schlechte Chancen haben wird. Vor fünf Monaten auf dem Mannheimer SPD-Parteitag noch als „neuer Messias“ gefeiert, hört Lafontaine heute Tadel von den Genossen. „Er ist sehr stark auf seine eigene Person bezogen“ und lasse „andere seine Überlegenheit fühlen“, sagt Hans-Jochen Vogel. „Die Menschen wissen doch gar nicht mehr, wofür die SPD steht“, meint der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Friedhelm Farthmann. Oskar Lafontaine nimmt es murrend zur Kenntnis: „Ich bin doch nur der Parteivorsitzende.“ roga
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen