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Tip: Klaus Wildenhahn

Was braucht ein guter Dokumentarist? Neugier natürlich und – entgegen anderslautenden Ansichten – kein affirmatives, sondern ein gespanntes Verhältnis zur Wirklichkeit. Denn sonst gerät er in Gefahr, der Realität im Sinne einer bloß scheinbaren Objektivität hinterherzulaufen, anstatt sich der Subjektivität seines dokumentierenden Blicks bewußt zu bleiben.

Klaus Wildenhahn verfügt über die benötigten Eigenschaften in hohem Maße. Als Mitarbeiter des NDR geht Wildenhahn, bald 65 Jahre alt, Ende Juni in den Ruhestand. Aber er geht nicht mit leeren Händen. Soeben hat er seine letzten beiden Filme als Festangestellter fertiggestellt: Die dritte Brücke zeigt Ausschnitte aus den ersten Wochen, die Hans Koschnick als Administrator der EU in Mostar verbrachte (Ausstrahlung: 28. Mai, 23.45 Uhr ARD); Reise nach Mostar widmet sich demselben Thema, jedoch auf eine persönlichere Weise (Ausstrahlung: 7. Juni, 23 Uhr N3).

Man kann sich die Filme also im Fernsehen anschauen. Zumindest im zweiten Fall muß man das aber nicht tun, denn Klaus Wildenhahn – und deshalb erzählen wir das Ganze – wird Reise nach Mostar (Foto) am morgigen Freitag um 21 Uhr im Lichtmeß-Kino (Gaußstr. 25) vorstellen. Einen Tip wert ist das allemal. drk

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