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Verbot für Heideheim-Verein rechtens

■ OVG Lüneburg wies Klage des Vereinsvorsitzenden zurück

Lüneburg. Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat das Verbot der beiden Trägervereine des rechtsextremen Zentrums Hetendorf bei Celle für rechtmäßig erklärt. Das teilte das niedersächsische Innenministerium gestern in Hannover mit. Die Vereine „Heide-Heim e.V.“(Hamburg) und „Heideheim e.V.“(Buchholz/Nordheide) waren im Februar vom Innenministerium verboten worden.

Zugleich war das Schulungszentrum in Hetendorf geschlossen worden. Es galt als einer der wichtigsten Treffs der rechtsextremen Szene in Norddeutschland. Auch das Vermögen der beiden Organisationen war beschlagnahmt worden. Der Vereinsvorsitzende, der Hamburger Rechtsanwalt Jürgen Rieger, hatte vor dem Lüneburger Oberverwaltungsgericht gegen das Verbot geklagt.

Die beiden Vereine waren verboten worden, weil sie unter anderem die Judenvernichtung während des Nationalsozialismus leugneten. „Die Vereinstätigkeit umfaßte auch die Verherrlichung des Nationalsozialismus, die in diesem Heim gerade Jugendlichen gezielt vermittelt wurde“, erklärte Innenminister Gerhard Glogowski (SPD). Im Sommer trafen sich in Hetendorf nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes regelmäßig rund 200 Teilnehmer zu einer „Tagungswoche“. dpa

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