piwik no script img

Barlage weiter auf Schlingerkurs

■ Bremische Lösung für Elektrofirma offenbar Spekulation

Die Zukunft der Bremer Elektrofirma Barlage ist noch immer ungewiß. Bis Redaktionsschluß war keine Lösung für das vom Konkurs bedrohte Unternehmen in Sicht. Auch eine sogenannte Bremische Lösung ist offenbar reine Spekulation. Angeblich wollen Bremer Kaufleute Barlage übernehmen und damit 95 Arbeitsplätze retten. Wolfgang Brakhane, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes, sagte dazu: „Davon habe ich nichts gehört.“ Er verwies auf die angespannte Lage in der Branche.

Darum müßte Barlage mit einem neuen Unternehmenskonzept an den Start gehen. Ein anderer Grund, die Firma zu übernehmen, wäre der Verlustvortrag in Höhe von 7,4 Millionen Mark, der sich steuerlich absetzen läßt. Eine Übernahme durch das Nordhorner Unternehmen ENO rückt aber offenbar in immer weitere Ferne. Der größte Zulieferer von Barlage will nur weiter die bestehende Kooperation aufrecht erhalten. Nach Insiderberichten setzt man bei ENO vielmehr auf neues Kapital durch die Barlage-Gesellschafter oder eine Auffanglösung in Zusammenarbeit mit der Bremer Sparkasse.

Konkrete Ermittlungen wegen Unterschlagung gegen den Gesellschafter Holger Witzig dementiert die Polizei übrigens. Man wollte nur bestätigen, daß der Fall allgemein geprüft werde. Jeti

Mit reinem Gewissen wissen

Auf taz.de finden Sie eine unabhängige, progressive Stimme. Frei zugänglich, ermöglicht von unserer Community. Alle Informationen auf unserer Webseite sind kostenlos verfügbar. Wer es sich aber leisten kann, darf – ganz im Zeichen des heutigen "Tags des guten Gewissens" – einen kleinen Beitrag leisten. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen