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■ Zu Gast bei Rongmon und Hunpahi: Ein rauschendes Fest
Die Hindu-Priester singen fromme Weisen, die Gäste klatschen gerührt Beifall – und das Hochzeitspaar quakt. Hunderte Menschen versammelten sich am Samstag abend im nordindischen Unionsstaat Assam und feierten die Hochzeit zweier Frösche. Die ungewöhnliche Eheschließung zwischen „Rongmon“ und „Hunpahi“ soll die Regengötter versöhnen und der Region am Fuß des Himalajas die lang ersehnten Niederschläge bringen. Die Einwohner der Stadt Gauhati hatten an alles gedacht, um nach einem alten Glauben die Regengötter zu beschwören: Zwei Hindupriester vollzogen das Hochzeitsritual, ein dritter Frosch spielte die Brautjungfer. In feierlicher Prozession wurde das Paar in den Tempel geleitet – allerdings war der Bräutigam, an einen Faden gebunden, in einem kleinen Käfig untergebracht und die Braut in einem Glaskasten ausgestellt. Das Hochzeitsritual dauerte drei Stunden und die Feier der Gäste die ganze Nacht. Wie das Brautpaar die Hochzeitsnacht verbrachte, blieb unbekannt.
Reporter vor Ort: taz-Frosch
Umverteilung gegen rechts
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