:
■ Marla Glen: Polizisten gebissen und gepfeffert
Die Blues-Sängerin Marla Glen ist in Luzern nach einem heftigen Streit mit einer Toilettenfrau vorübergehend festgenommen worden. Wie Kantonspolizei-Kommandant Jörg Stokker berichtete, hatte Marla Glen am Freitag nachmittag eine gebührenpflichtige Toilette im Bahnhof benutzt. Sie hatte offenbar kein Schweizer Geld bei sich. Die Toilettenfrau wollte sie aber nicht ohne Bezahlung gehen lassen und rief die Polizei. Eine Beamtin und ein Beamter rückten an. Die Polizei erklärte, die Sängerin habe sich nicht ausweisen können und sich im Laufe der Diskussion „in eine hysterische Verfassung“ hineingesteigert. Sie habe die Polizisten mit Schuhen getreten, geschlagen und gebissen. Zudem zückte sie nach Polizeiangaben einen Pfefferspray, traf die anvisierten Ordnungshüter aber nicht. In Handschellen führten die Beamten Glen schließlich auf die Polizeistation. Dabei habe sie weiter Widerstand geleistet und um sich getreten, hieß es. Auch in der Arrestzelle habe sie sich nicht beruhigt. Foto: Ute Weller
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen