piwik no script img

dieter bohlen: der letzte kommunist

Die Deutschen und die Vergangenheitsbewältigung. Erst schrammt der Polizistenverprügler Joseph Fischer knapp an der Inquisition vorbei, dann biegt sich der Mofarocker Friedrich Merz eine exzessive Jugend im Sauerland zurecht. Doch im Theaterhaus zur schlimmen Jugend ist der Vorhang noch längst nicht gefallen. Auftritt: Dieter Bohlen. Am Montag bekannte sich Cherie-Cherie-Bohlen in der ARD-Sendung „Beckmann“ zu seiner linken Vergangenheit. Die ihm nur Gutes gebracht habe. Jedenfalls gute Schulnoten. Nachdem er jahrelang ein renitenter Schüler gewesen sei, habe er unter dem Einfluss seiner der KPD nahe stehenden Lehrer etwas gelernt: „Irgendwann war mir klar, dass ich kein Müllmann werden wollte.“ Daraufhin habe er sich in der KPD engagiert, und die schulischen Leistungen seien explodiert. Der Kommunismus ebnete Bohlens Karriereweg? Die Kommunisten sind schuld an Modern Talking und „Geronimos Cadillac“? Das ruft nach einer stalinistischen Säuberungswelle. Beginnen wir mit dem Altkommunisten Bohlen.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen