: Bischof: „Illegale“ ausgeklammert
Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky hat den Umgang mit der Problematik illegaler Einwanderer scharf kritisiert. In der Einwanderungsdebatte werde die Situation der „Illegalen“ konsequent ausgeklammert, so Sterzinsky gestern in der Freien Universität. Deutschland habe weniger ein Problem mit legaler Zuwanderung als mit der Not der illegalen Einwanderer. „Hat ein so bedeutsamer Teil der Wählerinnen und Wähler etwas gegen Änderungen in diesen Bereichen, weil sie von der Arbeit der ‚Illegalen‘ wirtschaftlich profitieren?“, fragte Sterzinsky. Politiker weigerten sich offenbar, das Schicksal der Illegalen anzusprechen, weil sie den Verlust von Wählerstimmen fürchteten. Illegale Einwanderer seien faktisch entrechtet, sagte Sterzinsky. Dadurch würden sie in die Schwarzarbeit gedrängt, bei der sie um einen gerechten Lohn geprellt würden. Kinder illegaler Einwanderer könnten die Schule nicht besuchen und müssten oft von ihren Eltern verborgen werden. DPA
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