: aus dem un-aids-bericht
Epidemien und Hunger
Über Länder mit niedrigen Aids-Infektionsraten: „In vielen Teilen der Welt ist die HIV/Aids-Epidemie noch in ihrem Frühstadium. Niedrige Infektionsraten können jedoch sehr irreführend sein. Sie verbergen oft ernsthafte Epidemien, die in gewissen Orten oder gewissen Bevölkerungsgruppen konzentriert sind und auf die breitere Bevölkerung überzugreifen drohen.“
Über die ökonomischen Auswirkungen von Aids: „Das jährliche Pro-Kopf-Wirtschaftswachstum in der Hälfte der Länder Afrikas südlich der Sahara verringert sich als direkte Folge von Aids um 0,5 bis 1,2 Prozent. Schwer betroffene Länder könnten bis 2020 über 20 Prozent ihres Bruttosozialprodukts verlieren. Die Epidemie treibt einen erbarmungslosen Teufelskreis von Verarmung voran. Menschen aller Einkommensgruppen sind der ökonomischen Auswirkung von HIV/Aids ausgesetzt, aber die Armen leiden am meisten. Haushalte reduzieren ihren Nahrungsmittelverbrauch und andere Grundausgaben. Sie verkaufen ihr Eigentum, um die Kosten von medizinischer Versorgung und Begräbnissen zu finanzieren. Die Aussicht auf eine Zunahme von Nahrungsmittelknappheit und Hunger ist real.“
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