: Träumen fürs Kollektiv
Im Theater zum westlichen Stadthirschen sieht man, was die Berliner alles träumen: Das Theater Ross/Tiefenenttrümmerung mit „REM Phase III“, Musik von Hey-O-Hansen
Träume sind schön? Na ja. Oft genug ist das, was man in der Augenflatterphase träumt, so angenehm und nützlich wie eine dritte Schulter. Spricht da wirklich das eigene Gewissen? Au Backe. Oder lebt im Traum doch das kollektive Unbewusste, werden archaische Erinnerungen und Überlebensstrategien der ganzen Art aufgefrischt? Schön, aber was soll man mit dem ollen Plunder – heute muss man zum Überleben den VCR programmieren, Formulare ausfüllen und das Handy auf Vibrationsalarm stellen können. Wer träumt schon davon? Das können wir ab heute im Theater zum westlichen Stadthirschen erfahren: In „REM Phase III“ werden echte, in den letzten Jahren erlebte Träume auf die Bühne gebracht. Mal sehen, ob darin SMS-Nachrichten oder Mammuts die Hauptrolle spielen, ob sich unsere Epoche widerspiegelt oder doch nur das schlechte Gewissen, Mama angelogen zu haben.
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