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Gesichter einer Wirklichkeit

■ Jana Lorenz hat sie fotografiert, die Menschen der Großwohnanlage: Die taz zeigt 23 Lichtblicke aus Tenever

Für ein paar Monate haben die Kunststudenten ihr Atelier nach Tenever verlagert. „Linie 25“, heißt das Studienprojekt – genau wie die Buslinie, die Nabelschnur in die Innenstadt.

Ein Cafè ist dort unter Studi-Hand inzwischen wieder auferstanden, Kartoffelwohnungen sind herangewachsen. Außerdem hat Jana Lorenz 500 ihrer Nachbarn portraitiert. Ihre Ausstellung „Gesichter einer Wirklichkeit“ wird ab 31. Mai zu sehen sein.

Die Begegnung mit den neuen Nachbarn, die ganz andere Atmosphäre im Hochhaus-Stadtteil haben die 22-Jährige gereizt. „Anfangs haben für mich die Häuser das Bild von Tenever geprägt – jetzt sind es die Menschen“, erklärt Jana Lorenz nach drei Monaten Atelierwechsel. Dabei war es gar nicht so leicht, die Menschen vor die Kamera zu bewegen: Manche wollten aus religiösen Gründen nicht, andere wollten sich nicht mit den Stadtteil identifizieren, wieder andere wussten nicht, was mit ihnen da passieren würde.

500 kamen dann doch: Schulklassen, Gruppen, Nachbarn und vor allem Kinder. Mit so viel Zulauf hatte niemand gerechnet. Als ersten Eindruck zeigt dietaz vorab 23 der Tenever-Portraits. Alle anderen werden ab 31. Mai für drei Tage in der Atelier-Wohnung (Neuwiederstr. 2) zu sehen. pipe

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