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Hattig will in die Tiefe

■ WWF will Planungsstopp für das Bremisch-niedersächsische Großprojekt

Bremens Wirtschafts- und Hafensenator Josef Hattig (CDU) bedauert die Ankündigung Hamburgs, sich nicht am norddeutschen Gemeinschaftsprojekt eines Tiefwasserhafens in Wilhelmshaven zu beteiligen. Bremen werde jedoch mit Niedersachsen an dem Projekt festhalten, sagte Hattig gestern. Die Umweltstiftung World Wide Fund For Nature (WWF) in Bremen forderte dagegen einen Planungsstopp. Mit dem Ausstieg Hamburgs sei das Konzept eines gemeinsamen deutschen Ergänzungshafens für besonders tiefgehende Schiffe gescheitert, sagte eine Sprecherin am Dienstag.

Statt gemeinsamer Hafenpolitik stehen für den WWF die Zeichen nun auf Konkurrenz. Ohne ein von Hamburg, Bremen und Niedersachsen getragenes Konzept für ein naturverträgliches Hafenkonzept in Norddeutschland werde es zum ruinösen Wettbewerb auf Kosten der Natur kommen, sagte die Sprecherin. Sollten die geplanten weiteren Vertiefungen von Weser und Elbe sowie für den Ausbau der Häfen umgesetzt werden, sei dies aus ökologischer Sicht eine Katastrophe für die gesamte Küstenregion.

Für Hattig ist das Projekt dagegen eine große Chance, sich im Rahmen einer norddeutschen Hafenlösung für den Wettbewerb mit den Großhäfen in den Niederlanden und Belgien zu rüsten. Bei der Verwirklichung des Tiefwasserhafenprojekts werde Bremen als maritimer Know-how-Träger weiterhin eine aktive Rolle wahrnehmen, sagte Hattig. Niedersachsen und Bremen wollten das weitere Vorgehen laufend abstimmen und am 4. Juni in einer gemeinsamen Sitzung der beiden Länderkabinette „zielführend besprechen“.

dpa

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