:
Walter Rothschild, Rabbiner aus Berlin:
„Ich freue mich für die taz. Von dem gesparten Geld sollte sie eine große Party geben. Satire ist immer gefährlich. Wenn sich jemand ‚tief verletzt‘ fühlt, soll er sich natürlich äußern können. Das heißt nicht, dass er so viel Schmerzensgeld kriegen sollte, dass keine Satire mehr möglich ist. Die taz-Satire war nicht mein Stil. Aber Bild ist so geschmacklos, das Privatleben von Prominenten gegen deren Willen in die Öffentlichkeit zu zerren. Es ist nicht erstaunlich, dass Herr Diekmann empört ist: Auch Politiker und Chefredakteure haben Gefühle – und ich denke, dass viele Männer Angst haben, dass ihr Penis zu kurz ist. Aber so ist das Leben. Und vielleicht lernt Herr Diekmann daraus, was seine Zeitung und er vielen Menschen antun.“
FOTO: R. ZÖLLNER
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen