Ob Amazon, Google oder Facebook - das Internet merkt sich alles. Darum fordert Forscher Viktor Mayer-Schönberger ein Verfallsdatum für Daten.von Meike Laaff
Bei Terminen halte ich ein Verfallsdatum für Daten für sinnvoll. Wenn beispielsweise eine Veranstaltung am 09.01.2010 stattfindet oder an diesem Tag endet, dann sollten diese Daten spätestens am 10.01.2010 unwiderruflich aus dem Netz gelöscht werden.
Wenn man sein Benutzerkonto bei einem E-Mail-Anbieter, in einem Diskussionsforum, in einem sozialen Netzwerk oder andernorts im Netz löscht, dann sollte dies mit den hiermit verbundenen Daten ebenfalls umgehend, spätestens am Tage darauf geschehen.
02.01.2010 20:25 Uhr
von Christian Alexander Tietgen:
Ich finde auch, dass es manchmal besser ist, auch mal zu vergessen. Zumal mich in fünf Jahren auch nicht mehr interessiert, was ich alles fünf Jahre vorher gemacht habe. Also liebe Webseiten, löscht doch mal regelmäßig inaktive Profile.
02.01.2010 16:21 Uhr
von Sebastian Greiner:
In NRW können die Userinnen und User dieses Jahr schon ein klares politisches Zeichen setzen, indem sie zur Landtagswahl Piratenpartei wählen! Die 2% der Piraten bei der Bundestagswahl haben das Thema Datenschutz und Datenspeicherung bei den etablierten Parteien überhaupt wieder richtig vor Augen geführt. Selbst die SPD ist in der Opposition jetzt auch wieder für die Abschaffung des Zugangserschwerungsgesetzes, welches sie vor der Wahl noch mit beschlossen hat. Ein weiterer Piraten-Erfolg in NRW kann auch ohne das Überspringen der 5%-Hürde entsprechende Impulse an die Regierungsparteien geben.
01.01.2010 21:10 Uhr
von Sven:
Oh mann taz, einfach aus dem SPIEGEL abgeschrieben, das Thema!
01.01.2010 19:33 Uhr
von Takeshi:
Das wird auch Zeit. Ich habe den Eindruck, das das Internet zu großem Teil aus altem Datenmüll besteht, der unbedingt ausgemistet werden muss. Beim Gugeln werden Seiten gelistet, die schon etliche Jahre im Internet rumschwirren und nur wertvollen Datenplatz wegnehmen. Als Verfalldatum so ca. 2 Jahre würde viel Müll beseitigen und Platz für Aktuelles und Wichtiges machen. Also an die Arbeit.
01.01.2010 16:20 Uhr
von peter:
selbstverstaendlich ist der umgang mit daten ein problem unserer zeit.
allerdings sind die aussagen des herrn professors nun auch nicht von großer relevanz, irgendwie. da ihm ja insbesondere die amazon empfehlungen am herzen zu liegen scheinen.. kleiner tipp, via http://www.amazon.de/gp/yourstore/iyr/ref=pd_ys_hn_iyr_own hat hoechstwahrscheinlich auch er die option bestellte artikel nicht weiter fuer empfehlungen zu beruecksichtigen. klar, es besteht keine moeglichkeit die information ueber den kauf / artikel an sich zu entfernen. das muss dann ja wieder jeder fuer sich entscheiden inwieweit er da mitspielt.
erwerb des "Baader-Meinhof-Komplex" beschert ihm wohl weniger terroristn verdacht, sicher aber weitere der ihm unangenehmen populaer-kultur empfehlungen von amazon.
wieviele buch seiten er wohl mit feinen phrasen gefuellt hat?
01.01.2010 15:53 Uhr
von anke:
Ich denke, wir Netznutzer brauchen weder das Internet, das ohnehin keine Person ist, noch Viktor Mayer-Schönberger um Hilfe zu bitten in Bezug auf das Vergesse. Die Information nämlich, dass in Großbritannien eine Frau ihre Arbeit verloren hat, weil sie auf Facebook über Langeweile klagte, kann der geneigte Leer diese Textes selbst wahlweise sofort aus seiner Erinnerung streichen, zwei Tage oder zwei Jahre lang behalten oder anhand des eigenen Chefs auf Relevanz testen, bevor er weitere Schritte beschließt. Immerhin leben auf der achtgrößten Insel der Welt rund 60 Millionen Menschen, darunter etliche Arbeitgeber. Wenn einer davon dumm genug ist, die Motivation seiner Mitarbeiter für unerheblich in Hinblick auf die Unternehmensziele und den eigenen finanziellen Vorteil zu halten, dann ist das gewiss traurig, aber noch lange kein Grund anzunehmen, alle Chefs wären nicht nur Arschlöcher sondern auch hoffnungslose Idioten. Das Internet stellt uns Informationen zur Verfügung, das ist richtig. Es kann uns allerdings nicht ersparen, die Relevanz dieser Informationen zu prüfen und zu beurteilen. Und es kann uns nicht daran hindern, dabei Fehler zu machen. Es ist, moralisch besehen, nicht besser und nicht schlechter als alles, was das menschliche Kommunikationsbedürfnis bisher ersonnen hat. So lange wir Menschen uns nicht ändern, werden wohl auch unsere Probleme bleiben. Im Übrigen lässt der Erfolg des Internets hoffen. Was den Menschen nämlich mehr Ärger macht als es Nutzen bringt, setzt sich längst nicht so rasch und vor allem nicht so gewaltfrei durch.
Leserkommentare
08.01.2010 10:46 Uhr
von Internetnutzer:
Bei Terminen halte ich ein Verfallsdatum für Daten für sinnvoll. Wenn beispielsweise eine Veranstaltung am 09.01.2010 stattfindet oder an diesem Tag endet, dann sollten diese Daten spätestens am 10.01.2010 unwiderruflich aus dem Netz gelöscht werden.
Wenn man sein Benutzerkonto bei einem E-Mail-Anbieter, in einem Diskussionsforum, in einem sozialen Netzwerk oder andernorts im Netz löscht, dann sollte dies mit den hiermit verbundenen Daten ebenfalls umgehend, spätestens am Tage darauf geschehen.
02.01.2010 20:25 Uhr
von Christian Alexander Tietgen:
Ich finde auch, dass es manchmal besser ist, auch mal zu vergessen. Zumal mich in fünf Jahren auch nicht mehr interessiert, was ich alles fünf Jahre vorher gemacht habe. Also liebe Webseiten, löscht doch mal regelmäßig inaktive Profile.
02.01.2010 16:21 Uhr
von Sebastian Greiner:
In NRW können die Userinnen und User dieses Jahr schon ein klares politisches Zeichen setzen, indem sie zur Landtagswahl Piratenpartei wählen!
Die 2% der Piraten bei der Bundestagswahl haben das Thema Datenschutz und Datenspeicherung bei den etablierten Parteien überhaupt wieder richtig vor Augen geführt. Selbst die SPD ist in der Opposition jetzt auch wieder für die Abschaffung des Zugangserschwerungsgesetzes, welches sie vor der Wahl noch mit beschlossen hat.
Ein weiterer Piraten-Erfolg in NRW kann auch ohne das Überspringen der 5%-Hürde entsprechende Impulse an die Regierungsparteien geben.
01.01.2010 21:10 Uhr
von Sven:
Oh mann taz, einfach aus dem SPIEGEL abgeschrieben, das Thema!
01.01.2010 19:33 Uhr
von Takeshi:
Das wird auch Zeit. Ich habe den Eindruck, das das Internet zu großem Teil aus altem Datenmüll besteht, der unbedingt ausgemistet werden muss. Beim Gugeln werden Seiten gelistet, die schon etliche Jahre im Internet rumschwirren und nur wertvollen Datenplatz wegnehmen. Als Verfalldatum so ca. 2 Jahre würde viel Müll beseitigen und Platz für Aktuelles und Wichtiges machen.
Also an die Arbeit.
01.01.2010 16:20 Uhr
von peter:
selbstverstaendlich ist der umgang mit daten ein problem unserer zeit.
allerdings sind die aussagen des herrn professors nun auch nicht von großer relevanz, irgendwie.
da ihm ja insbesondere die amazon empfehlungen am herzen zu liegen scheinen..
kleiner tipp, via http://www.amazon.de/gp/yourstore/iyr/ref=pd_ys_hn_iyr_own
hat hoechstwahrscheinlich auch er die option bestellte artikel nicht weiter fuer empfehlungen zu beruecksichtigen.
klar, es besteht keine moeglichkeit die information ueber den kauf / artikel an sich zu entfernen.
das muss dann ja wieder jeder fuer sich entscheiden inwieweit er da mitspielt.
erwerb des "Baader-Meinhof-Komplex" beschert ihm wohl weniger terroristn verdacht, sicher aber weitere der ihm unangenehmen populaer-kultur empfehlungen von amazon.
wieviele buch seiten er wohl mit feinen phrasen gefuellt hat?
01.01.2010 15:53 Uhr
von anke:
Ich denke, wir Netznutzer brauchen weder das Internet, das ohnehin keine Person ist, noch Viktor Mayer-Schönberger um Hilfe zu bitten in Bezug auf das Vergesse. Die Information nämlich, dass in Großbritannien eine Frau ihre Arbeit verloren hat, weil sie auf Facebook über Langeweile klagte, kann der geneigte Leer diese Textes selbst wahlweise sofort aus seiner Erinnerung streichen, zwei Tage oder zwei Jahre lang behalten oder anhand des eigenen Chefs auf Relevanz testen, bevor er weitere Schritte beschließt. Immerhin leben auf der achtgrößten Insel der Welt rund 60 Millionen Menschen, darunter etliche Arbeitgeber. Wenn einer davon dumm genug ist, die Motivation seiner Mitarbeiter für unerheblich in Hinblick auf die Unternehmensziele und den eigenen finanziellen Vorteil zu halten, dann ist das gewiss traurig, aber noch lange kein Grund anzunehmen, alle Chefs wären nicht nur Arschlöcher sondern auch hoffnungslose Idioten. Das Internet stellt uns Informationen zur Verfügung, das ist richtig. Es kann uns allerdings nicht ersparen, die Relevanz dieser Informationen zu prüfen und zu beurteilen. Und es kann uns nicht daran hindern, dabei Fehler zu machen. Es ist, moralisch besehen, nicht besser und nicht schlechter als alles, was das menschliche Kommunikationsbedürfnis bisher ersonnen hat. So lange wir Menschen uns nicht ändern, werden wohl auch unsere Probleme bleiben. Im Übrigen lässt der Erfolg des Internets hoffen. Was den Menschen nämlich mehr Ärger macht als es Nutzen bringt, setzt sich längst nicht so rasch und vor allem nicht so gewaltfrei durch.