Die ostslowakischen Roma waren sichtlich überfordert mit der Radler-Invasion. Warum die Begegnung auf einer politischen Radreise trotz alledem gelang.von Paul Hockenos
Thanks to Zuzana Brejcha for her post - nothing to add ... just to emphasize: "This kind of tourism has to stop!"
18.01.2013 11:02 Uhr
von Dominika Fendikova:
I have to agree with Zuzana Brejcha - this kind of tourism is wrong and cant see the real life of Roma minority and life with them...
And, there is one mistake - the fisrt picture (Lunik IX: Die Plattenbausiedlung am Stadtrand von Kosice wurde in den 60er und 70 Jahren gebaut.) is not from Lunik IX!!!! It is a shopping centre in Lunik V or Lunik VI (Lunik is name for different parts of one district in Kosice). And also, the housing estates in Lunik IX were built in late 80s as the last part of the district.
23.12.2012 14:25 Uhr
von jmnd:
die ganze idee ist seltsam. Ich habe mal zwei wochen in einem Romaghetto in Tschechien verbracht, was aber nur möglich war, weil ich zuvor Aktivist_innen kennen gelernt habe, die wiederum dort Leute kannten. Und so lernt man eben Menschen kennen- über andere Menschen, durch persönliche Kontakte. Das kann Jede_r für sich tun, wenn einem wirklich daran gelegen ist. Versucht doch mal folgendes Gedankenexperiment: Eine Reisegruppe aus einem südostasiatischen Land kommt in euren Westeuropäischen Haushalt und versucht ganz gestelzt und vorsichtig "Kontakt auf zu nehmen" in dieser exotischen Atmosphäre... also diese Art von "Tourismus" hinterlässt bei mir Bauchschmerzen.
19.12.2012 11:10 Uhr
von Thomas Handrich:
Warum führt der Autor Paul Hockenos in seinem Artikel den Begriff Armutsporno ein? Warum wird dieser Begriff zur Überschrift ? Warum umrahmen Fotos aus Slums in Afrika, Asien und Lateinamerika den Artikel? Wer den Artikel bis zum Ende liest und sich nicht von der reißerischen Überschrift und den Fotos (in der Printausgabe) manipulieren lässt, stellt fest: Sowohl die Fotos als auch die Begrifflichkeit Armutsporno, hervorgehoben zur Überschrift, sind – gelinde gesagt – Fehlgriffe. Wie Paul Hockenos richtig beschreibt, hatten weder die Reisenden ein voyeuristisches oder gar pornographisches Interesse, noch die gastgebenden Roma eines sich zu prostituieren. Insbesondere die Überschrift zeugt von Gedankenlosigkeit (schlimm genug) und sagt mehr über ihren Verfasser als über den Berichtsgegenstand aus. Sie hat allerdings für die Leser in den Dörfern rund um Kecerovce eine indirekt diffamierende Wirkung. Viele von Ihnen leben gar nicht in Slums, sondern in ganz normalen Häusern. Eine solch differenzierende Sicht zu ermöglichen war ein Ziel unserer Reise. Viele Teilnehmende – so auch Paul Hockenos - bestätigen dies, wie ihre Berichte, dokumentiert auf der Webseite: www.politische-radreisen.de, zeigen. In Reaktionen zum Artikel wird auch die Auffassung vertreten, dass derlei Tourismus gestoppt werden sollte. Hierzu: Keine meiner zahlreichen politischen Bildungsreisen haben ein derart nachhaltiges Interesse geweckt: Ein halbes Jahr nach der Reise traf sich die Hälfte der Reisegruppe, zum Teil viele Hunderte Kilometer gereist,zu einem Nachbereitungswochenende im Wendland. Im Zentrum der Diskussion und des Austausches stand u.a. die Situation der Sinti und Roma in Deutschland; vor allem das Schicksal der von Abschiebung bedrohten Roma aus dem Kosovo und aus Serbien. Alle sind nun viel neugieriger geworden auf ihre Nachbarn, einige engagieren sich in Initiativen gegen die Abschiebespraxis Deutschlands.Vor Ort in der Ostslowakei haben die aktiven Jugendlichen – durch die Spende der Teilnehmenden – nun einen wärmenden Ofen für Winter-Treffs in ihrem autonomen Jugendclub. Bei zukünftigen Bildungsreisen wünschen sie sich, das ergab die Auswertung, ein mehr an Verantwortung für Teile des Programmes.
12.12.2012 20:04 Uhr
von Robert:
ein ganz realistisches Bild der politisch 200 % korrekten Reise mit folgender Einschränkung: Die Frage an den arbeitslosen Rom, die die Übersetzerin nicht dolmetschen wollte, war nicht "was er den ganzen Tag so treibe" sondern ganz wertfrei, wie er den Tag verbringe - ohne jede Abwertung.
12.12.2012 16:49 Uhr
von Simon:
Ich habe einige Zeit in der Slowakei gelebt und gearbeitet. Bis heute bleibt mir die Einstellung vieler Slowaken zum Thema Roma in der Erinnerung kleben. Ich hatte in meiner Zeit dort auch Kontakt zu einigen Vertretern der Antifa-Bewegung und war erschreckt über deren Aussagen. "Misch dich nicht ein in Dinge von denen du nichts verstehst.", war eine häufige Antwort auf meine Einwände gegen den Umgang mit den Roma in der Slowakei. Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich selten oder vielleicht nie in meinem Leben so einen prinzipiellen Hass gegen eine Menschengruppe gespürt habe. Das begann mit dem Eintritt in die EU, der in der Bevölkerung stark umstritten war, da die Roma dann als vollwertige Bürger ihres Staates anerkannt werden mussten... bis zu der Geschichte von Lunik IX. Dazwischen gibt es dann noch die innerpolitischen Versuche gegen die Roma vorzugehen. Wer Interesse daran hat, kann sich gerne einmal der Recherche über das Kindergeld in der Slowakei hingeben...
11.12.2012 20:43 Uhr
von Thomas Trasolt:
Man ist ja von der taz einiges gewohnt, aber dies ist der peinlichste Artikel seit langem! So eine penetrante Selbstgerechtigkeit und Ignoranz machen einfach sprachlos. Was kommt als Nächstes? Krieg gucken in Syrien inklusive Gruppenbild mit Leichen?
10.12.2012 11:17 Uhr
von Stefan Cramer:
Ein guter Artikel. Interkulturelle Begegnungen dieser Art sind immer problematisch, aber auch dringend notwendig. Korrekt auch, Auswüchse und Absurditäten in diesem Bereich aufzuzeigen. Der Kampfbegriff des "Armutspornos" ist dagegen völlig daneben: er suggeriert eine prostituierende Haltung der Besuchten. Als jemand, der selbst interkulturelle Begegnungen in einigen afrikanischen Ländern organisiert hat, kenne ich die Fallstricke und Probleme. Aber Begriff "Armutsporno" ist fehl am Platze, im Text schon und noch viel mehr in der reißerischen Aufmachung im Titel. Das ist mehr BILD- als TAZ-Niveau! Und die falsche Bebilderung tut ein Übriges. Das ist nur in der online-Version korrigiert. Stefan Cramer
10.12.2012 09:03 Uhr
von ion:
"Fast jeder hat etwas über Roma erfahren, was ihre oder seine politische oder berufliche Arbeit beeinflussen wird. Wir sind als Touristen losgefahren – und als Multiplikatoren zurückgekommen.";
Oh-lala! Das ist dann ja wohl doch recht schlicht: Via Sightseeingtour vom Touri zum: "Multiplikatoren"(!), indem man "etwas ÜBER" (....) erfährt. Na-dann, weiterhin noch: gesegnete Ein-Bildung. ¶
♲ (09.12.2012 13:49)
10.12.2012 08:38 Uhr
von regardful:
Regardful and aware, so it reads to me. Worth reading. Thank You!
Achtsam und bewußt liest sich das. Lesenswert.
09.12.2012 18:57 Uhr
von Leo:
Die Idee ist vielleicht gut gemeint, auch wenn hier ein ganz offensichtliches Wirtschaftsinteresse des Veranstalters dahintersteckt. Trotzdem, Fahrradtour durch Roma-Ghettos? Mir graust's. Wenn man wirklich etwas über die Lebensbedingungen der Roma in Osteuropa lernen will, muss man mehr Zeit mitbringen. Dann schafft man es vielleicht auch, sich mit den Menschen auf Augenhöhe zu unterhalten. Eine Möglichkeit wäre z.B., sich während des Urlaubs bei einer lokalen NGO zu engagieren. Um etwas über europäische Romapolitik zu erfahren, braucht man nicht in die Slowakei zu fahren, sondern geht nach Brüssel. Dort gibt es fast jede Woche mindestens eine Konferenz zum Modethema "Roma", die in der Regel eine so überflüssig sind, wie die andere. Auch das ist übrigens eine Form von Romatourismus, nämlich Koferenztourismus.
09.12.2012 16:50 Uhr
von karl friedrich:
Bauchpinseln pur. Geht so nicht. Da geht man allein oder zu zweit, läßt Goretex, die teure Uhr und die Kamera einfach mal weg. Und das Superfahrad sowieso. Überhaupt klappt ohne Mindestwortschatz schon mal nichts. In reinen Touri-Gegenden ist man ohnehin nur die Melkkuh. Nach meiner Erfahrung sind Frauen die besten Kommunikationspartner. Nee..., nicht DAS. Einfach, weil sie eher am Alltag hängen und mehr "rüberbringen" an wirklichem Leben, Einkommen, Kinder, Schule, Wohnen usw., Männer sind mehr auf Selbstdarstellung aus. Flexibler im Umgang mit Wortschatzdefiziten sind Frauen auch. Aber fühlt Euch mal weiter wohl mit Eurem Luxustourismus der Guten Menschen.
09.12.2012 13:46 Uhr
von simona:
Ein Dozent, der "Antiziganismus" lehrt? Wie bitte? Er lehrt an einer Berliner Hochschule für Sozialwesen "Zigeunerfeindlichkeit"?????????????Liest denn keiner mehr Korrektur? Wenigstens die schlimmsten inhaltlichen Fehler sollten doch auffallen. Die Sprachschluderei ist- wie bei allen anderen "Qualitätszeitungen"- ohnehin nicht mehr zu stoppen.
(Wir habe den Text korrigiert. Danke für den Hinweis. Die Red./wlf)
09.12.2012 12:37 Uhr
von Zuzana Brejcha:
I am shocked by the ignorance of the organiser and the journalist. Would he travel by bike to an afro-american slum and photograph people? All this "social tourism" is a big error. I have been travelling to Eastern Slovakia for 15 years, I speak the language and I know how the peolpe feel about such tourist. They are just too kind and hospitable to tell or show them. And the local "activists" see an opportunity to make themselves known and maybe earn some euros. This kind of tourism has to stop!
09.12.2012 11:02 Uhr
von max:
@paul hockenos: still Sounds a Bit Like Zoo to me. Why you didnt just make a visit at you friends?
09.12.2012 10:25 Uhr
von J. Murat:
Das eigentliche Motto dieser "Bildungsreisen" findet sich -politisch nicht ganz korrekt- im Refrain des Liedes "Afrika" der EAV. Mir dem Radhelm und dem Bike im Büro des Bürgermeisters? Da wart Ihr Eurer Sache aber nicht ganz sicher, oder?
Leserkommentare
22.03.2013 15:08 Uhr
von Claus:
Thanks to Zuzana Brejcha for her post - nothing to add ... just to emphasize: "This kind of tourism has to stop!"
18.01.2013 11:02 Uhr
von Dominika Fendikova:
I have to agree with Zuzana Brejcha - this kind of tourism is wrong and cant see the real life of Roma minority and life with them...
And, there is one mistake - the fisrt picture (Lunik IX: Die Plattenbausiedlung am Stadtrand von Kosice wurde in den 60er und 70 Jahren gebaut.) is not from Lunik IX!!!! It is a shopping centre in Lunik V or Lunik VI (Lunik is name for different parts of one district in Kosice). And also, the housing estates in Lunik IX were built in late 80s as the last part of the district.
23.12.2012 14:25 Uhr
von jmnd:
die ganze idee ist seltsam. Ich habe mal zwei wochen in einem Romaghetto in Tschechien verbracht, was aber nur möglich war, weil ich zuvor Aktivist_innen kennen gelernt habe, die wiederum dort Leute kannten. Und so lernt man eben Menschen kennen- über andere Menschen, durch persönliche Kontakte. Das kann Jede_r für sich tun, wenn einem wirklich daran gelegen ist. Versucht doch mal folgendes Gedankenexperiment: Eine Reisegruppe aus einem südostasiatischen Land kommt in euren Westeuropäischen Haushalt und versucht ganz gestelzt und vorsichtig "Kontakt auf zu nehmen" in dieser exotischen Atmosphäre... also diese Art von "Tourismus" hinterlässt bei mir Bauchschmerzen.
19.12.2012 11:10 Uhr
von Thomas Handrich:
Warum führt der Autor Paul Hockenos in seinem Artikel den Begriff Armutsporno ein? Warum wird dieser Begriff zur Überschrift ? Warum umrahmen Fotos aus Slums in Afrika, Asien und Lateinamerika den Artikel? Wer den Artikel bis zum Ende liest und sich nicht von der reißerischen Überschrift und den Fotos (in der Printausgabe) manipulieren lässt, stellt fest: Sowohl die Fotos als auch die Begrifflichkeit Armutsporno, hervorgehoben zur Überschrift, sind – gelinde gesagt – Fehlgriffe. Wie Paul Hockenos richtig beschreibt, hatten weder die Reisenden ein voyeuristisches oder gar pornographisches Interesse, noch die gastgebenden Roma eines sich zu prostituieren. Insbesondere die Überschrift zeugt von Gedankenlosigkeit (schlimm genug) und sagt mehr über ihren Verfasser als über den Berichtsgegenstand aus. Sie hat allerdings für die Leser in den Dörfern rund um Kecerovce eine indirekt diffamierende Wirkung. Viele von Ihnen leben gar nicht in Slums, sondern in ganz normalen Häusern. Eine solch differenzierende Sicht zu ermöglichen war ein Ziel unserer Reise. Viele Teilnehmende – so auch Paul Hockenos - bestätigen dies, wie ihre Berichte, dokumentiert auf der Webseite: www.politische-radreisen.de, zeigen.
In Reaktionen zum Artikel wird auch die Auffassung vertreten, dass derlei Tourismus gestoppt werden sollte. Hierzu: Keine meiner zahlreichen politischen Bildungsreisen haben ein derart nachhaltiges Interesse geweckt: Ein halbes Jahr nach der Reise traf sich die Hälfte der Reisegruppe, zum Teil viele Hunderte Kilometer gereist,zu einem Nachbereitungswochenende im Wendland. Im Zentrum der Diskussion und des Austausches stand u.a. die Situation der Sinti und Roma in Deutschland; vor allem das Schicksal der von Abschiebung bedrohten Roma aus dem Kosovo und aus Serbien. Alle sind nun viel neugieriger geworden auf ihre Nachbarn, einige engagieren sich in Initiativen gegen die Abschiebespraxis Deutschlands.Vor Ort in der Ostslowakei haben die aktiven Jugendlichen – durch die Spende der Teilnehmenden – nun einen wärmenden Ofen für Winter-Treffs in ihrem autonomen Jugendclub. Bei zukünftigen Bildungsreisen wünschen sie sich, das ergab die Auswertung, ein mehr an Verantwortung für Teile des Programmes.
12.12.2012 20:04 Uhr
von Robert:
ein ganz realistisches Bild der politisch 200 % korrekten Reise mit folgender Einschränkung: Die Frage an den arbeitslosen Rom, die die Übersetzerin nicht dolmetschen wollte, war nicht "was er den ganzen Tag so treibe" sondern ganz wertfrei, wie er den Tag verbringe - ohne jede Abwertung.
12.12.2012 16:49 Uhr
von Simon:
Ich habe einige Zeit in der Slowakei gelebt und gearbeitet. Bis heute bleibt mir die Einstellung vieler Slowaken zum Thema Roma in der Erinnerung kleben. Ich hatte in meiner Zeit dort auch Kontakt zu einigen Vertretern der Antifa-Bewegung und war erschreckt über deren Aussagen. "Misch dich nicht ein in Dinge von denen du nichts verstehst.", war eine häufige Antwort auf meine Einwände gegen den Umgang mit den Roma in der Slowakei.
Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich selten oder vielleicht nie in meinem Leben so einen prinzipiellen Hass gegen eine Menschengruppe gespürt habe.
Das begann mit dem Eintritt in die EU, der in der Bevölkerung stark umstritten war, da die Roma dann als vollwertige Bürger ihres Staates anerkannt werden mussten... bis zu der Geschichte von Lunik IX. Dazwischen gibt es dann noch die innerpolitischen Versuche gegen die Roma vorzugehen. Wer Interesse daran hat, kann sich gerne einmal der Recherche über das Kindergeld in der Slowakei hingeben...
11.12.2012 20:43 Uhr
von Thomas Trasolt:
Man ist ja von der taz einiges gewohnt, aber dies ist der peinlichste Artikel seit langem! So eine penetrante Selbstgerechtigkeit und Ignoranz machen einfach sprachlos. Was kommt als Nächstes? Krieg gucken in Syrien inklusive Gruppenbild mit Leichen?
10.12.2012 11:17 Uhr
von Stefan Cramer:
Ein guter Artikel. Interkulturelle Begegnungen dieser Art sind immer problematisch, aber auch dringend notwendig. Korrekt auch, Auswüchse und Absurditäten in diesem Bereich aufzuzeigen. Der Kampfbegriff des "Armutspornos" ist dagegen völlig daneben: er suggeriert eine prostituierende Haltung der Besuchten. Als jemand, der selbst interkulturelle Begegnungen in einigen afrikanischen Ländern organisiert hat, kenne ich die Fallstricke und Probleme. Aber Begriff "Armutsporno" ist fehl am Platze, im Text schon und noch viel mehr in der reißerischen Aufmachung im Titel. Das ist mehr BILD- als TAZ-Niveau! Und die falsche Bebilderung tut ein Übriges. Das ist nur in der online-Version korrigiert.
Stefan Cramer
10.12.2012 09:03 Uhr
von ion:
"Fast jeder hat etwas über Roma erfahren, was ihre oder seine politische oder berufliche Arbeit beeinflussen wird. Wir sind als Touristen losgefahren – und als Multiplikatoren zurückgekommen.";
Oh-lala! Das ist dann ja wohl doch recht schlicht: Via Sightseeingtour vom Touri zum: "Multiplikatoren"(!), indem man "etwas ÜBER" (....) erfährt.
Na-dann, weiterhin noch: gesegnete Ein-Bildung.
¶
♲ (09.12.2012 13:49)
10.12.2012 08:38 Uhr
von regardful:
Regardful and aware, so it reads to me. Worth reading. Thank You!
Achtsam und bewußt liest sich das. Lesenswert.
09.12.2012 18:57 Uhr
von Leo:
Die Idee ist vielleicht gut gemeint, auch wenn hier ein ganz offensichtliches Wirtschaftsinteresse des Veranstalters dahintersteckt. Trotzdem, Fahrradtour durch Roma-Ghettos? Mir graust's. Wenn man wirklich etwas über die Lebensbedingungen der Roma in Osteuropa lernen will, muss man mehr Zeit mitbringen. Dann schafft man es vielleicht auch, sich mit den Menschen auf Augenhöhe zu unterhalten. Eine Möglichkeit wäre z.B., sich während des Urlaubs bei einer lokalen NGO zu engagieren. Um etwas über europäische Romapolitik zu erfahren, braucht man nicht in die Slowakei zu fahren, sondern geht nach Brüssel. Dort gibt es fast jede Woche mindestens eine Konferenz zum Modethema "Roma", die in der Regel eine so überflüssig sind, wie die andere. Auch das ist übrigens eine Form von Romatourismus, nämlich Koferenztourismus.
09.12.2012 16:50 Uhr
von karl friedrich:
Bauchpinseln pur.
Geht so nicht. Da geht man allein oder zu zweit, läßt Goretex, die teure Uhr und die Kamera einfach mal weg. Und das Superfahrad sowieso. Überhaupt klappt ohne Mindestwortschatz schon mal nichts. In reinen Touri-Gegenden ist man ohnehin nur die Melkkuh.
Nach meiner Erfahrung sind Frauen die besten Kommunikationspartner. Nee..., nicht DAS. Einfach, weil sie eher am Alltag hängen und mehr "rüberbringen" an wirklichem Leben, Einkommen, Kinder, Schule, Wohnen usw., Männer sind mehr auf Selbstdarstellung aus. Flexibler im Umgang mit Wortschatzdefiziten sind Frauen auch.
Aber fühlt Euch mal weiter wohl mit Eurem Luxustourismus der Guten Menschen.
09.12.2012 13:46 Uhr
von simona:
Ein Dozent, der "Antiziganismus" lehrt? Wie bitte? Er lehrt an einer Berliner Hochschule für Sozialwesen "Zigeunerfeindlichkeit"?????????????Liest denn keiner mehr Korrektur? Wenigstens die schlimmsten inhaltlichen Fehler sollten doch auffallen. Die Sprachschluderei ist- wie bei allen anderen "Qualitätszeitungen"- ohnehin nicht mehr zu stoppen.
(Wir habe den Text korrigiert. Danke für den Hinweis. Die Red./wlf)
09.12.2012 12:37 Uhr
von Zuzana Brejcha:
I am shocked by the ignorance of the organiser and the journalist. Would he travel by bike to an afro-american slum and photograph people? All this "social tourism" is a big error. I have been travelling to Eastern Slovakia for 15 years, I speak the language and I know how the peolpe feel about such tourist. They are just too kind and hospitable to tell or show them. And the local "activists" see an opportunity to make themselves known and maybe earn some euros. This kind of tourism has to stop!
09.12.2012 11:02 Uhr
von max:
@paul hockenos: still Sounds a Bit Like Zoo to me. Why you didnt just make a visit at you friends?
09.12.2012 10:25 Uhr
von J. Murat:
Das eigentliche Motto dieser "Bildungsreisen" findet sich -politisch nicht ganz korrekt- im Refrain des Liedes "Afrika" der EAV.
Mir dem Radhelm und dem Bike im Büro des Bürgermeisters?
Da wart Ihr Eurer Sache aber nicht ganz sicher, oder?