wortwechsel: Meuchelmord im Hinterhof.Kuba bleibt auf der Strecke
Brutales Chaos: Project 2025 wird buchstabengetreu und gnadenlos umgesetzt. Die USA überwältigen die Welt mit enorm vielen gleichzeitigen Angriffen auf bisher geltende Regeln
„Das erdrosselte Land. Kuba ist ein Paradebeispiel für die Strangulierung durch den mächtigen Nachbarn. Die Insel hat den USA zu oft und zu lange Paroli geboten“, wochentaz vom 28. 2. 26
Kann Kuba durchhalten?
Immer wieder hervorragende Berichterstattung über Lateinamerika und Kuba! Qualitätsjournalismus!
Kommentar taz forum
Wenn es um Realpolitik geht, gibt es keine Werte mehr. Die Werte die uns suggeriert werden, dienen zur Steuerung und die sogenannten freien Menschen mit ihrem freien Willen lassen das jeden Tag zu und verstehen leider nicht das sie nicht frei sind … taz forum
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Kuba das lange durchhalten wird. Aber was kommt dann? Was könnte kommen? Macht Trump die Insel zu einem Satellitenstaat? Mit Marco Rubio und Bacardi-Klan? taz forum
Die Situation der Menschen in Kuba ist diesem US-Präsidenten herzlich egal. US-Unternehmen werden das Land aufkaufen und die Wirtschaft nach ihren Zielen strukturieren. taz forum
Würde Kuba den Sozialismus abschaffen, die Demokratie einführen -in zehn Jahren wäre es ein Paradies. Casinos wie früher würden viel Geld einbringen, Export von Luxusgütern, Medizintouristen aus den USA würden ebenfalls viel Geld bringen, wie der Tourismus generell. Es sind nicht nur die Sanktionen. Sozialismus funktioniert als Wirtschaftssystem nicht. Kuba hat aber alle Voraussetzungen für ein kapitalistisches Wirtschaftswunder. taz forum
Kuba ohne Sanktionen …
Wäre doch interessant, wie Kuba sich ohne amerikanische Sanktionen entwickeln würde! taz forum
Für Kuba wird sich natürlich kein Politiker so einsetzen wie für Grönland. Da schauen alle gekonnt weg. taz forum
Wenn man Kuba helfen wollte, wäre es Zeit alle Sanktionen aufzuheben. Niemand wird ernsthaft behaupten können, dass Kuba irgendwem schaden kann oder will. Aber wer gerne Weltpolizei spielt, der sollte dringend überall Handelskrieg oder offene Kriege betreiben und unterstützen. Dollar und Korruption gehören einfach zusammen. taz forum
Jo-Jo-Spiel der Macht?
Somoza in Nicaragua, Pinochet in Chile, Batista in Kuba, Videla in Argentinien: Die Gleichsetzung zum früheren Imperialismus der USA ist zumindest in Teilen problematisch: Ehedem förderten die USA in ihrem Hinterhof Diktatoren, heute entfernen sie diese. Und noch etwas ist bemerkenswert: Dauerte das „Engagement“ in früheren Jahren, so ist die Aufmerksamkeitsspanne heute merklich zusammengeschrumpft, siehe Venezuela. Auch galt die Aufmerksamkeit damals vielen Ländern gleichzeitig. Heute ist diese sprunghaft, immer auf ein Land konzentriert. Kuba ist derzeit wohl nur ein Kollateralschaden der gegenwärtigen US-Politik, ein schon zynischer Mitnahmeeffekt. taz forum
Diktaturen werden entfernt von den USA? Welcher rechtspopulistische ex-Präsidenten(kandidat) wurde letztens von Trump begnadigt? Siehe Honduras. El Salvador hat den „coolsten Diktator“ (Nalib Bukeyes eigene Twitterposts). Auch Milei ist einer der engsten Freunde von Donald Trump, der derzeit Frauen- und Arbeiterrechte massiv einschränkt. Diktaturen werden begünstigt, wenn sie kapitalistisch agieren! taz forum
Das Schlimmste für die Insel wäre es wohl, wenn die exil-kubanische Mafia aus Miami zurückkehren und sich das Land untertan machen würde. Dass die kubanische Regierung immer noch von der Bevölkerung unterstützt wird, liegt vielleicht daran, dass die Leute dort sehr gut wissen, was das größere Übel wäre. taz forum
Kuba gescheitert?
Die Unterstützung liegt aber auch daran, dass es kein Land in der Welt außerhalb von Kriegs- und Bürgerkriegsgebieten gibt, das einen größeren Teil der Bevölkerung durch Flucht und Exil verloren hat. Die Opposition lebt zum großen Teil im Ausland, und der kleine Rest der inländischen Opposition wird brutal unterdrückt. Wie der Artikel klar und korrekt schreibt: Das Modell Kuba ist komplett gescheitert. Egal wie man zu den Machenschaften der USA steht – diesem Staatsmodell braucht man keine Träne nachzuweinen.
taz forum
Als wären alle bisherigen Kuba Boykotte sowieso nicht schon eine bodenlose Gemeinheit! Es ist völlig egal, welche Einstellung man zum politischen System Kubas hegt – es ist pure Unmenschlichkeit, diesen kleinen Staat durch hochherrschaftliche Profitgier (auch durch Druck in anderen Staaten) zerstören zu wollen. taz forum
Das sind alles richtige Aussagen, aber zumindest ein Satz über die katastrophalen Fehler des kubanischen Regimes hätte schon auch den Weg in den Kommentar finden können. Es gibt mehr als einen Grund, warum Kuba sich nicht selbst ernähren kann, so extrem vom Öl abhängt (selbst bei der Stromerzeugung) und außer Rum, Zigarren und Ärzte-Frondiensten wenig exportiert. taz forum
Es ist alles nur noch gruselig, anders kann man es nicht bezeichnen. Nur noch macht- und geldgeile Männer an den Hebeln der Macht, die ihre Jungen in die Vernichtung schicken, ihre Frauen unterdrücken, Völker nach Belieben überfallen, Menschen mit einem „Fingerschnippen“ umbringen lassen. Und das Ganze von „christlichem Geseiere“ begleitet.
Wie hätte sich die Geschichte wohl entwickelt, wenn die Kubaner Anfang der Neunziger nicht nur den Dollar sondern auch die Demokratie hätten entdecken dürfen? Leider hat die sozialistische Einheitspartei die Gelegenheit verpasst und damit das Land in neue Abhängigkeiten getrieben. taz forum
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