piwik no script img

was fehlt ...... Muddaschpròòch

An diesem Mittwoch wird auf der ganzen Welt der Tag der Muttersprache begangen. Erfunden wurde der Tag in Pakistan. Getrauert wird vor allem in Saarbrücken...

Im Jahr 1952 beschloss das Regime in Pakistans die Ernennung von Urdu zur alleinigen Amtssprache, obwohl es nur für drei Prozent der Bevölkerung Muttersprache war. Bei Protesten gegen diesen Schritt schoss die Polizei gar auf Demonstranten, Leute starben.

Laut Wikipedia finden in Saarbrücken grenzüberschreitende Muttersprache-Veranstaltungen mit dem Titel „muddaschpròòch“ statt. Die unter anderem im Saarland gesprochenen Mundarten, das Moselfränkische und das Rheinfränkische, zählen zu den von der UNESCO benannten bedrohten Sprachen. Interessant ist die Aussage von Reinhard Goltz, Geschäftsführer am Institut für niederdeutsche Sprache in Bremen anlässlich des hohen Feiertags: „Es geht nicht um Kommunikation. Sprache ist ein Ausdruck kultureller Identität.“

Wir sind eben alle so unglaublich gebrainwasht, dass wir gar nicht mehr checken, dass unsere kulturelle Identität lost ist. What the fuck? (wikipedia, dpa, akr)

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 390 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare