was fehlt ...: ... kryptische Planetennamen
Bald ist Schluss mit unaussprechbaren Namen für ungetaufte Himmelkörper. Vorschläge erwünscht. Doch es gibt strenge Regel für die zukünftige Bezeichnungen.
Endlich. Haben Sie nicht auch seelisch darunter gelitten, dass beim nächtlichen Blick in den Sternenhimmel einige schön blinkende Pünktchen schlicht beschissene Namen tragen. Mal ehrlich, wie will man denn bitte den oder die Angebetete(n) beeindrucken, wenn die glitzernden Stecknadelköpfe HD 189733b oder Keppler-69c heißen. Stimmungsmäßig geht da doch gar nichts mehr.
Wohl deswegen hat nun – wie das Kultur- und Wissenschaftsmagazin The Verge meldet – die namensgebende International Astronomical Union (IAU) sich überlegt, das Taufverfahren für die Himmelkörper der frustrierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Bedingungen: 16 Buchstaben oder weniger, vorzugsweise nur ein Wort, keine Werbung, keine Ähnlichkeiten zu bereits existierenden Begriffen. Haustiernamen sind auch nicht drin.
Die härteste Einschränkung lauert allerdings in einem kleinen Detail: Der Name muss in möglichst vielen Sprachen verständlich aussprechbar sein. Schade, damit scheiden etwa Planet Horst oder Mond Rolf schon mal aus. Vorschläge können an iaupublic@iap.fr gesendet werden. (JSCH)
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen
meistkommentiert