unterm strich:
Die mexikanische Sängerin Paquita la del Barrio ist tot. Mit ihrer Musik setzte sie ein kraftvolles Zeichen gegen die Macho-Kultur. „Las mujeres mandan“ („Die Frauen herrschen“), und „Hombres malvados“ („Böse Männer“) – die Liedtitel der Künstlerin, die mit bürgerlichem Namen Francisca Viveros Barradas hieß, sprechen Bände. Mit ihren feministischen Songtexten brach sie immer wieder mit Konventionen der von Männern und romantischen Liedern dominierten mexikanischen Musikwelt. Ihr wohl bekanntestes Lied „Rata de dos patas“ („Ratte auf zwei Beinen“) scheut vor Schimpfwörtern nicht zurück und wurde als „Hymne gegen Verrat und Missbrauch“ gefeiert. Die Sängerin verarbeitete darin auch autobiografische Erfahrungen von jahrelangem Betrug durch ihren Ehemann. Für ihre Musik im traditionellen mexikanischen Genre der Rancheras war sie für drei Grammys nominiert und wurde 2021 bei den Billboard Latin Music Awards geehrt. 2023 verließ sie aufgrund von gesundheitlichen Problemen die Bühne. Am Montag verstarb sie im Alter von 77 Jahren in Veracruz.
„Ohne uns keine Stars auf dem roten Teppich“ lautet das Statement von Schauspielern wie Lars Eidinger, Sabin Tambrea sowie aktuellen Studierenden an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Am Dienstag startete eine Protestaktion gegen die Kürzungen im Berliner Wissenschaftshaushalt; man möchte auf dem roten Teppich auf der Berlinale ein Zeichen setzen. Die Studierenden fordern eine gesonderte Unterstützung künstlerischer Hochschulen, die schon jetzt massiv unter den Kürzungen des Berliner Kulturetats leiden. Damit reihen sie sich in die größere Social-Media-Kampagne #OhneUnsKeine… und #SaveBrainCity ein, mit der alle Berliner Hochschulen gemeinsam gegen die Sparmaßnahmen des Berliner Senats in der Lehre und deren gravierende Konsequenzen protestieren.
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