tazlab als Podcast : Unsere Mediathek live und auf die Ohren
Wir werden fast alle Veranstaltungen des taz labs als Audioformat für die Podcastliebenden zur Verfügung stellen.
Einhundert Stunden an einem einzigen Tag zu durchleben ist unmöglich, so gerne man auch will. Beim vergangenen taz lab hatten wir 105 Veranstaltungen, fast jeder Programmpunkt eine Stunde lang. So soll es auch dieses Jahr sein. Wir werden einen Großteil der Panels streamen und aufzeichnen, möglicherweise mehr als je zuvor. So können alle Menschen mit Ticket ein Jahr lang die Talks nachschauen.
Das taz lab von der Bühne auf den Bildschirm und ins Ohr
Woran wir dieses Jahr zusätzlich tüfteln, ist, die Veranstaltungen leichter zugänglich zu machen. Denn bisher bieten wir die Vorträge in unserer Mediathek als Video an. Das kommt dem Dabeisein auch am nächsten, ist aber nicht immer das Praktischste: Wer gerade kocht, hat hoffentlich eher das scharfe Messer und die Süßkartoffel im Blick als die Panelistas zur sozialökologischen Transformation.
Vielleicht geht es euch auch wie mir: Wenn ich ein Schaumbad bei Kerzenschein nehme, will ich nicht auf den Bildschirm starren. Daher wollen wir die Talks dieses Jahr auch in Audioform anbieten und in gängigen Podcast-Playern abspielbar machen. Das ermöglicht mehr Flexibilität: Höre oder gucke, wer wolle – wo immer man will.
Mikrofonheld:innen eine Bühne bieten
Wir werkeln auch wieder daran, ein exquisites Podcastprogramm zu präsentieren. Dazu gehört dieses Jahr etwa die Fernverbindung. Für den Podcast der taz-Auslandsredaktion planen wir eine Liveschalte mit unseren Korrespondent:innen.
Die Innenpolitik Deutschlands wird der Bundestalk diskutieren. Zudem freuen wir uns, dass Gilda Sahebi und Arne Semsrott mit „Gilda con Arne“ unser Programm zieren werden, ebenso der Debattenpodcast „Based“. Und natürlich haben wir schon weitere Gäste im Blick, deren Zusagen wir hier demnächst verkünden können.
Ein taz-lab-Ticket soll auch wieder die Eintrittskarte für eine liebevoll gestaltete Mediathek sein. Es ist doch viel entspannter, wenn man weiß, dass man nicht von einer Bühne zur nächsten hetzen oder zwölf Stunden am Bildschirm kleben muss. Stattdessen kann man im und neben dem taz-Gebäude flanieren, in Ruhe Mittagessen oder mal mit dem Hund spazieren gehen. Niemand muss etwas verpassen.
Keinen Platz bekommen? Stream!
Auch uns stecken die Bilder noch im Kopf, als sich vor dem Robert-Habeck-Auftritt im vorigen Jahr eine Warteschlange bis zum nächsten Gebäudeblock bildete. Dann waren einige Besucher:innen enttäuscht, dass der Saal voll war. Zwar wird der einstige Vizekanzler dieses Mal nicht dabei sein, dafür aber die Lösung des Problems, denn den Stream der roten Bühne übertragen wir durchgängig auf der großen LED-Wand im Park.
Dann kann man sich am hoffentlich sonnigen Aprilsamstag auch einfach mal zwischendurch ganz entspannt auf die Sonnenliege fläzen – ob zu Hause auf dem Balkon oder im Besselpark.
Julian von Bülow