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taz🐾lageDie taz macht ausgezeichneten Klimajournalismus

Ausgezeichneter Journalismus braucht Hartnäckigkeit. So lange nachhaken, bis der Interviewpartner nicht mehr ausweichen kann. Behörden dazu bringen, Daten freizugeben. Es gibt aber auch eine Hartnäckigkeit, die oft weniger sichtbar ist: Viele, vor allem freie, Jour­na­lis­t*in­nen müssen sich die Ressourcen für Recherchen erst erkämpfen.

Es war im April 2024, als die freie Journalistin Antonia Groß das erste Mal mit der wochentaz-Leitung über den Plan schrieb, sich für ein Stipendium zu bewerben – für eine große Wasserrecherche. Im März 2025 erschien diese Recherche dann. Groß und ihre Kollegin Elena Matera hatten in Baruth recherchiert, einer Kleinstadt in Brandenburg. Dort kaufte Red Bull Anteile einer Mineralwasserfabrik und plant den Bau einer Dosenfabrik. Dafür sicherte sich der Konzern riesige Mengen Grundwasser – mehr, als der Tesla-Fabrik in Grünheide zustehen. Die Be­woh­ne­r*in­nen von Baruth wollen das nicht hinnehmen. Der Text stellt eine große Zukunftsfrage: Wem gehört das Wasser, wenn es in der Klimakrise knapp wird?

Am vergangenen Donnerstag bekamen Elena Matera und Antonia Groß für diese und eine weitere wochentaz-Recherche zum Thema Wasser den ersten Preis beim Deutschen Preis für Klimajournalismus. Die vom Netzwerk Klimajournalismus begründete Auszeichnung wurde in diesem Jahr beim Extremwetterkongress verliehen.„Und die Geschichte geht weiter: Erst wurde der Bau der Dosenfabrik gestoppt, jetzt darf Red Bull in Baruth voraussichtlich bald weiterbauen“, schreibt Matera in ihrer Dankesnachricht auf Instagram. Natürlich: Die beiden bleiben dran. Luise Strothmann

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen