südwester: Die lose Kanone der FDP
Mit dem schönen Satz „Alles lässt sich ändern – sogar die FDP“ haben die Jungen Liberalen Niedersachsen ihre Pressemitteilung betitelt. Darin findet sich die flehende Bitte an Wolfgang Kubicki es doch bitte, bitte endlich sein zu lassen. Der 72-Jährige hatte das am Sonntag noch angekündigt, am Montag aber den Rücktritt vom Rücktritt erklärt – jetzt will er doch Parteichef werden. Wie man das halt so macht in der FDP: nicht regieren, schlecht regieren, kaputt regieren – alles egal. Unterstützt wird die lose Kanone der Liberalen vom Thüringer FDP-Vize, der sich sogar zu der Aussage versteigt, nur Kubicki könne zusammenführen statt zu spalten. Aber gut, in einem Bundesland, indem man sich mit AfD-Stimmen zum Ministerpräsidenten wählen lässt, haben Worte ja vielleicht auch einfach eine andere Bedeutung.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen