südwester: Zeit ist Macht
Es ist eigenartig: Da sagen immer mehr EU-BürgerInnen, dass sie sich durch die Zeitumstellung – besonders Ende März, wo man uns eine Stunde klaut – belastet fühlen. 84 Prozent wollen ein Ende der Zeitumstellung. Die versprach das EU-Parlament 2021. Aber dann begann das Palaver, man stritt, wann es wo wie früh oder dunkel sein sollte, und alles blieb. Dafür bieten uns Experten Übungen, um uns an die Umstellung anzupassen. Dabei haben wir die Uhr doch erfunden, damit sie uns dient, nicht umgekehrt. Oder dienen wir schon ganz anderen Herrn? Wer die Uhrzeit diktiert, hat die Macht, also hat Putin 2014 bei der Annexion der Krim die russische Zeit eingeführt. Nur, dass wir unsere Sommerzeit selbst erfanden und jetzt unserem ureigenen EU-Pantheon dienen.
Mit reinem Gewissen wissen
Auf taz.de finden Sie eine unabhängige, progressive Stimme. Frei zugänglich, ermöglicht von unserer Community. Alle Informationen auf unserer Webseite sind kostenlos verfügbar. Wer es sich aber leisten kann, darf – ganz im Zeichen des heutigen "Tags des guten Gewissens" – einen kleinen Beitrag leisten. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen