soft side eye: Wo der Zeitgeist weilt
Wie viel sozial ausgesagt wird, ohne etwas zu sagen, zeigt sich besonders deutlich in U-Bahnen. Vor allem, wie es technisch heißt, in Fahrzeugen mit Mehrfachtraktion und einem durchgängigen Fahrgastraum. Meterweit warten hier Menschen, um den erlebnispotenten Nicht-Ort zu verlassen: manche am Handy, manche umherschauend, andere anlächelnd. Wer sich hindurchbewegt, passiert politische Sticker auf Handyhüllen, aktuelle Modekonzepte oder breitbeinige Machos; Halt für Halt ein Spaziergang mit dem Zeitgeist. Und auch mich hätten Sie hier beim Tippen dieses Textes erwischen können.
Felix Bouché, verantwortlich für die taz Blogs, Produzent∗in dieser Seite und Redakteur∗in der tazze.
Unser Mittel gegen Antifeminismus
Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen