piwik no script img

sieben sachen

Wird live musizieren: Brezel Göring Foto: Tina Linster

Welt der Popmusik

Das Talkshow- und Livemusik-Format „Lost in Music“ von und mit Markus Naegele aka Don Marco verdichtet (auto)biografische Texte, Artikel, Briefe und Romanauszüge aus der Welt der Popmusik. Zur neuen Ausgabe lesen Julie Miess, Jenni Zylka und Eric Wrede. Livemusik mit Schwerpunkt Coverversionen von Bird Control, Jesper Munk, Brezel Göring (Foto). DJ des Abends: Martin Lippert, der seine Lieblingslieder auflegt.

Lost in Music: taz Kantine, 30. 5., 20 Uhr, Einlass 19 Uhr, Tickets: 18 Euro, Soli 22 Euro

Arbeit und Widerstand

Ali Chahrour stellt in seinem Stück „When I Saw the Sea“ die Erfahrungen migrantischer Arbeitskräfte und das Leibeigenschaft ähnliche Kafala-System im Libanon ins Zentrum. Die Performerinnen Rania, Zena und Tenei nähern sich mit Tanz, Musik und persönlichen Geschichten den Themen Liebe, Mutterschaft, Krieg, Exil und Heimat an.

When I Saw the Sea: HAU1, 2. 6., 20 Uhr

O-Shaped Songs

Anthony Hüseyins Stimme versetzt Berge und bringt Glas zum Klingen. In der Praxis des nicht-binären Musikers („The Lucky One“, „O Biçim Şarkılar“) und Performance-Künstlers verbinden sich Elektroklänge, Text, Film, Tanz und Installation. Für den Abend „Anthony Hüseyin and the Summer W(h)ine“ kollaboriert Hüseyin mit Danilo Timm (Opening act) und spielt frühe, auch unveröffentlichte Lieder. Mit den „O-Shaped Songs“ geht es dann ins Jetzt. Einstimmung: Sami mit einer Fairuz-Plattensammlung.

Anthony Hüseyin: Kantine am Berghain, 31. 5., 20.30 Uhr, 21,99 Euro

Wetterheldin

Das Theaterstück „Lovestorm“ von Julie Guigonis, Tanja Linnekogel und Lisa Meyer verbindet Puppen, Schauspiel und Video-Mapping und nimmt die um sich greifende rechtsextreme Radikalisierung in den Blick: Als sich am politischen Horizont der Neofaschismus zusammenbraut, will die Wetterfee Johanna von Obersdorf gegen die Rechten losreiten, so mutig wie einst Jeanne d’Arc. Mit ihrer Puppe Janne rauscht sie zunächst durch das Internet, sind dort doch unzählige Wurzeln des Rechtspopulismus vergraben. Wer sich emotional vorbereiten will: Rechter Hasscontent wird im Stück explizit in Audio-und Videoform zitiert.

Lovestorm: Schaubude, Premiere 30. 5., 20 Uhr, 18 Euro, Soli 25 Euro, erm. 12 Euro

Klänge erkunden

„Welcome in“ ist ein Musik-Parcours mit Erkundungspfaden im Innen- und Außenbereich der AdK am Hanseatenweg. Mit mobilen Konzerten, Picknick im Buchengarten, Klangmaschinen in Form von Pendeluhren von Martin Riches und Annette Schmuckis Klangsammelstelle „bündel und büschel“.

Musik-Parcours: AdK, 31. 5., 16.30–22 Uhr, Hanseatenweg 10, Eintritt frei

Die einzige Konstante

Unter dem Motto „Stillstand ist eine Illusion“ stellt die Ausstellung „changing“ Fotografien der Schü­le­r:in­nen der Kunst-Leistungskurse des Heinz-Berggruen-Gymnasiums aus, die in Zusammenarbeit mit der Ostkreuzschule für Fotografie entstanden sind. Die Fo­to­gra­f:in­nen bieten Führungen an (via A. Friedländer: friedlaender[at]hbgym.de).

changing: Kommunale Galerie Berlin, Hohenzollerndamm 176, 6. 6. bis 31. 8., Di.–Fr. 10 bis 17 Uhr, Mi. 10–19 Uhr, Sa. + So. 11–17 Uhr, Eintritt frei

Junge Bühne

Das Theatertreffen der Jugend dient als Ort der Impulse und des Austauschs. Dabei ist der Begriff junges Theater weit gefächert: neben Schulgruppen können sich auch Jugendclubs an Stadt- und Staatstheatern und Produktionen aus dem Bereich der freien Szene – Stichwort unabhängige Jugendinstitutionen – bewerben. Ausgewählt wurden dieses Jahr acht Ensembles aus acht Bundesländern. Im Repertoire sind Musicals und Klassiker-Übertragungen, aber auch Collagen, eine Kampfsport-Performance und aktivistische Stücke. Die Performance „Schlag Zeilen“ (1. 6., 20 Uhr) entstand im Rahmen des Festivals „UNART“ in Kooperation mit dem Staatsschauspiel Dresden: Anna Quitzke, Alma Maria Orlamünder und Johanna Murr fragen nach dem Umgang mit endlosen Nachrichtenströmen: Wo stellen sich Ohnmachtsgefühle ein und wo beginnt die persönliche Verantwortung?

Theatertreffen der Jugend: Haus der Berliner Festspiele, 30. 5.–6. 6.

Unser Mittel gegen Antifeminismus

Wir machen linken Journalismus aus Überzeugung: kritisch, unabhängig und frei zugänglich für alle. Es gibt keinen Bezahlzwang, keine Paywall. Das geht nur, weil sich viele freiwillig beteiligen und unsere Arbeit unterstützen. Auch im Digitalen muss Journalismus, der für mehr Gleichberechtigung eintritt, finanziert werden. Unsere Leser:innen wissen: Journalismus entsteht nicht aus dem Nichts. Damit wir auch morgen noch unsere Arbeit machen können, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon über 48.000 Menschen machen mit und finanzieren damit die taz im Netz - kostenlos für alle. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5 Euro sind Sie dabei. Jetzt unterstützen