rohschnitt: „Spiegel“-Leser wissen mehr
Das war schon immer so. Und daher ist im aktuellen Nachrichtenmagazin aus Hamburg ein für alle Mal klargestellt, was an der FDP-Welle mit Guido W. und Jürgen M. und vor allem Jamal Karsli dran ist: Nichts nämlich. Auf 0 von 220 Seiten ergeht sich der Spiegel über die „Not der FDP“ (Welt). Dass die Grünen gegen Möllemann Strafanzeige gestellt haben, vermeldet nur das Internetangebot Spiegel Online und legt nach: „Die Antisemitismusdebatte hat endgültig die Niederungen des Wahlkampfes erreicht.“ Das gedruckte Blatt verbreitet sich währenddessen auf immerhin 135 Zeilen über das Verhältnis des Kanzlerkandidaten W. zur SPD. Wie heißt das im Text doch so schön: „Das Erfolgsrezept des Doktor Westerwelle heißt Äquidistanz.“ Beim FDP-freundlicher Umtriebe nicht ganz unverdächtigem Magazin offenbar auch. STG
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