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meinungsstark

Omas und Opas

Zwei Mütter sind eine zu wenig“,

wochentaz vom 14.–20. 2. 26

Zwei Eltern sind zu wenig? Stimmt! Einem afrikanischen Sprichwort zufolge braucht es sogar ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen. Hierzulande sind häufig die Großeltern gefragt, wenn mal wieder die Kita ausfällt. Vielleicht sollte die taz diesen aktiven Omas und Opas mal drei Seiten plus Titelblatt widmen. Stattdessen wird wieder lang und breit die queere Community bedient, wie schon neulich bei der Antwort auf die Kinderfrage, ob nur Frauen ein Kind bekommen können. Angesichts der Überschrift fragt man sich dann, wie die Menschheit überhaupt so lange überleben konnte. Dass zwei Menschen zur Zeugung ausreichen, ist demnach offenbar ein Konstruktionsfehler der Natur.

Susanne Stein, Hamburg

Irreführung

Müsste der Osten nicht anders regiert werden?“,

wochentaz vom 14.–20. 2. 26

Jana Hensel sagt im Interview: „Die Demokratie hat ihre zen­tralen Versprechen im Osten nicht eingelöst. Also müssten die Demokraten diese Versprechen ernsthaft erneuern.“ Welche Versprechen sind hier gemeint? Was verspricht die Demokratie? Demokratie ist eine Staatsform, sie verspricht zunächst einmal nichts. Für die BRD könnte man sagen, das große Versprechen der Demokratie sei das Grundgesetz. Aber auch so gesehen ist der Satz von Frau Hensel eine Irreführung, denn das Grundgesetz gilt auch im Gebiet der früheren DDR.

Georg Fladt-Stähle, Leipzig

Social Media

Mit Kinderschutz gegen Kinderrechte“, taz vom 18. 2. 26

Es ich richtig, dass Verbote nicht willkürlich eingesetzt werden dürfen und quasi das ultimative Mittel der Gesellschaft darstellen. Die großen Anbieter im Bereich der digitalen Medien sind seid 2004 auf dem Markt aktiv, die Gesellschaft hatte ausreichend Zeit sich mit dem Nutzen und den Gefahren auseinanderzusetzen. Gerade für Kinder und Jugendliche sind die Gefahren bei einer unregulierten Nutzung sehr hoch und damit auch der potenzielle Schaden für die Gesellschaft. Daher ist es jetzt dringend Zeit für eine Regulierung auch durch Verbote. Dabei wird das Recht auf Information für Kinder und Jugendliche nicht wesentlich eingeschränkt. Der Zugang zum Internet soll ja nicht verboten werden, sondern lediglich einzelne Plattformen. Stephan Klöckner, Neustadt i. H.

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