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meinungsstark

Gelebte Demokratie

Der lange vorbereitete Feldzug der FundamentalistInnen“,

taz vom 17. 7. 25

Was hier als rechter „Feldzug“ bezeichnet wird, ist nichts anderes als gelebte Demokratie. Bürgerinnen und Bürger dieses Landes haben nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, sich zu Wort zu melden, wenn sie eine gesellschaftliche oder politische Entwicklung als bedenklich empfinden – solange dies friedlich geschieht. Und genau das ist hier der Fall: Menschen haben E-Mails geschrieben. Höflich, bestimmt, sachlich. Das ist kein „Feldzug“, sondern Ausdruck bürgerschaftlichen Engagements.

Stattdessen diffamiert die Autorin in ihrem Artikel all jene, die sich offen gegen die Nominierung von Frau Brosius-­Gersdorf stellen – eine Person, die sich nachweislich für die Legalisierung von Abtreibung ausspricht und damit zentrale Grundwerte unseres Grundgesetzes relativiert. Wer das kritisiert, verdient nicht Verachtung, sondern Respekt – denn Zivil­courage zeigt sich genau dort, wo man sich gegen den Zeitgeist stellt und für das Lebensrecht aller Menschen eintritt.

Monika Friederich, Tornesch M.

Aus den Augen ...

Tödliche Abstumpfung“, taz vom 21. 7. 25

Was Sie beklagen, ist leider „normal“. Es gilt gleichermaßen für den Ukrainekrieg, das Aussetzen der USAID, den Sudan-Konflikt oder die schleichende Zerstörung unseres Planeten und so weiter. Solange es uns nicht direkt betrifft, betrifft es uns nicht. Der Ruf erschallt laut: Wo bleibt das Positive!!! Danach wird krampfhaft in den Medien gesucht. Die taz hat es in ihrer Wochenendausgabe ja auch schon gefunden. Freuen wir uns darüber. Eberhard Bueb, Breisach

Falsche Zielgruppe

Gib die Renten-Kohle her, Boomer!“,

taz vom 16. 7. 25

Renten werden bereits besteuert, eine zusätzliche Extrabesteuerung ist dann eben eine Steuererhöhung, auch wenn sie Soli heißt. Da bleibt natürlich immer weniger übrig für die Enkel:innen, die ihre Omas, Opas, Onkel und Tanten um Geld anhauen nach dem Motto: „Gib die Kohle her!“ Das sollten die auch mal bedenken. Außerdem sollten sie keine Debatte führen auf so unterirdisch miserablem Niveau, denn niemand kann was fürs Rentensystem. An dem wird schon seit Dekaden rumdiskutiert. Manuela Kunkel, Stuttgart

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