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meinungsstark

Zivilgesellschaft schützen

Das schüchtert ein“, taz vom 25. 2. 25

Wir mögen denken, sie hätten nicht alle Tassen im Schrank. Aber sie meinen es ernst und wollen freie Bahn für klimaschädliche, frauenfeindliche, ungerechte und spalterische Politik. Unsere Stärke ist unsere Unabhängigkeit. Ob nun ein geförderter Sportverein zur Demo aufruft, macht den Kohl nicht fett. Wichtig ist, ob der rechte Kulturkampf in den vielen Organisationen verfängt. Es gibt Organisationen der Zivilgesellschaft, die in ihrer Freizeit Wahlwerbung für Team Merz machten. Sie wollen ja die Zivilgesellschaft von rechts aggressiv aufrollen, beginnend bei der Freiwilligen Feuerwehr.

Die Omas gegen rechts haben es vorgemacht, wir müssen uns weiter und breiter organisieren, erkennbar sein, Orientierung und Aktivität anbieten, Selbstwirksamkeit erleben lassen. Wir sind die offene Zivilgesellschaft, wir haben die Kraft!

Jeannette Kassin, Hamburg

Seitenwechsel

Plötzlich am Katzentisch“, taz vom 13. 2. 25

Kraft der Hegemonialmacht der USA hat Trump den Ukrainekonflikt zu seiner Entscheidung, seinem Krieg gemacht. Die Verbündeten zu Statisten düpiert und versucht die USA mit den verbliebenen Bodenschätzen der Ukraine zu bereichern. Der deal des mächtigsten Krämers 2025. Das Bündnis ist zum Vasallenverhältnis geworden. Die USA haben die Seiten gewechselt, hin zu den Autokratien Russland, China, Saudi-Arabien. Am Ende der Geschichte ist die EU als Hort der liberalen Demokratie übrig geblieben, als Markt von 450 Millionen wohlhabenden Bürgern. Was machen wir daraus?

Klaus Warzecha, Wiesbaden

Schon vor Machtantritt

Lauchige Anfrage, harte Einschüchterung“, taz vom 27. 2. 25

Wie unwissend und machtgierig zeigt sich hier die CDU/CSU, noch bevor sie richtig an die Macht gelangt ist! Das Phänomen ist bekannt: Man unterstellt anderen, hier den NGOs, das, was die genannten Parteien bei sich selbst nicht in den Griff bekommen oder bekommen möchten. Da darf man doch freundlich an die schwarzen Kassen unter CDU-Kanzler Helmut Kohl erinnern, die nie aufgeklärt wurden. Es wird hohe Zeit, dass die CDU/CSU sich mit dem C ihres Namens beschäftigen. Die NGOs verkörpern diese C-Werte oft in sehr viel glaubwürdigerer, solidarischerer und uneigennützigerer Weise! Fridburg Thiele, Berlin

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