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investigativer journalismusJost Maurin für Wächterpreis nominiert

Große Anerkennung für investigative Recherche der taz: Die Jury des Wächterpreises 2026 hat eine Reportage des taz-Redakteurs Jost Maurin nominiert. Der Wächterpreis ist die wichtigste Auszeichnung der Zeitungsbranche für investigativen Journalismus in Deutschland. Mit ihm werden Re­por­te­r:in­nen geehrt, die Missstände aufdecken.

Maurins nominierter Beitrag „Bauer sucht Entschädigung“ erzählt die Geschichte eines ehemaligen Landwirts aus Niedersachsen. Seine Familie kämpfte darum, dass die gesetzliche Unfallversicherung seine Parkinsonerkrankung als Folge jahrzehntelangen Pestizidkontakts anerkennt. Die Recherche zeigt, wie schwer Betroffene Leistungen erhielten – und wie Interessenverbände gegen weitergehende Anerkennungen lobbyierten. Im Zentrum steht ein früherer Milchbauer, der schwer erkrankt im Pflegeheim lebt. Zwar hatte ein Ärzteausschuss des Bundesarbeitsministeriums bereits 2023 empfohlen, „Parkinson durch Pestizide“ als Berufskrankheit anzuerkennen – doch die zuständige Berufsgenossenschaft hatte bis Redaktionsschluss keinen einzigen der rund 8.000 betroffenen Fälle bestätigt. Der Text erschien am 5. April 2025 in der wochentaz.

Die Jury nominierte in der Kategorie „Der Wächterpreis“ neben Maurins Reportage Bastian Berbners Beitrag „Ihre Bestellung wird … vorbereitet …“ aus Die Zeit und Leonie Feuerbachs Text „Bett, Brot, Seife gegen Haft, Hunger, Straße“ aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Für „Das Wächterpreis-Stipendium“ stehen Benedikt Dietsch (Flip) mit „Die Bärentöter“, Alexander Spöri (Abendzeitung, München) mit „Nach Zockerei am US-Immobilienmarkt: Bayerische Versorgungskammer verliert über 150 Millionen Euro“ und Erik Westermann (Braunschweiger Zeitung) „Im Bann des Opfers: Anatomie eines Justizversagens“ auf der Shortlist.

Vergeben wird der Wächterpreis vom Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) im Auftrag der Stiftung Freiheit der Presse. Die Preisverleihung findet am 6. Oktober 2026 in Berlin statt.

Der Wächterpreis ist mit insgesamt 16.000 Euro dotiert. Wir drücken die Daumen! (taz)

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