in aller kürze:
Fütter-Prozess fortgesetzt
Der Prozess gegen die Anti-Atom-Aktivistin Irene T. wurde am Dienstag vor dem Amtsgericht Harburg fortgesetzt. T. soll im August 2014 an der Blockade eines Uranzuges mitgewirkt haben, indem sie eine an den Zug gekettete Aktivistin gefüttert hat. Angeklagt ist sie wegen Nötigung und Störung öffentlicher Betriebe. Vor Gericht wurden gestern zwei Aktivistinnen und drei Polizeibeamte als Zeugen vernommen. Die Angeklagte und ihr Verteidiger stellten zahlreiche Anträge und legten Beschwerden ein. „Die kriegen mich nicht klein“, sagte T. und kündigte an, weiter auf die politische Relevanz der Anti-Atom-Bewegung aufmerksam machen zu wollen. Ein Urteil wird am nächsten Verhandlungstag erwartet. (taz)
Afghane abgeschoben
Erneut ist ein afghanischer Asylbewerber aus Hamburg per Charterflugzeug von München aus nach Kabul abgeschoben worden. Eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums sagte , es habe sich „ausnahmslos um alleinstehende Männer“ gehandelt. Die Personalien der 14 abgelehnten Asylsuchenden seien den afghanischen Behörden am Montagabend kurz vor dem Abflug noch einmal mitgeteilt worden. Flüchtlingshilfsorganisationen hatten die Abschiebung zuvor massiv kritisiert. Pro-Asyl-Geschäftsführer Günther Burkhardt sagte mit Blick auf einen verheerenden Terroranschlag in Afghanistan: „Hunderte Tote und Verletzte am Freitag – und Bund und Länder schieben weiter in ein Kriegs- und Krisengebiet ab.“ Er sprach von einer „beispiellosen Entrechtung“ afghanischer Flüchtlinge. (dpa)
Fahrräder gefunden
Bei einer Razzia in Rothenburgsort hat die Polizei am Dienstag rund 3.500 möglicherweise gestohlene Fahrräder sichergestellt. Zum Abtransport stünden 15 Lastwagen bereit, teilte die Polizei mit. Ob Verdächtige festgenommen wurden, konnte eine Sprecherin noch nicht sagen. Der Aktion seien monatelange Ermittlungen vorausgegangen. Nun sollen die Fahrräder katalogisiert werden, um sie möglichst bald ihren rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben. Das könne allerdings mehrere Wochen dauern. (dpa)
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