in aller kürze:
Neuer Medienbestand zu „Flucht und Migration“
Die Zentralbibliothek am Wall bietet ab sofort einen neuen Medienbestand zum Thema „Willkommen in Deutschland“ an. In dem Bestand werden aktuelle Bücher zum Thema „Flucht und Migration“ präsentiert. Alle Titel sind als ausleihbare Exemplare und im Präsenzbestand vorhanden. Dazu gibt es Informationen und Ansprechpartner zu Asylverfahren, Lernmaterialien zu dem Thema „Deutsch als Zweitsprache“ sowie Fachliteratur zu interkulturellen Themen. Auch Zeitschriften, eine Auswahl an zweisprachigen Kinderbüchern und aktuelle Flyer und Broschüren – etwa von der Bundeszentrale für politische Bildung – stehen zum Mitnehmen zur Verfügung. Zum Bestandsaufbau hat der Bremer Rotary-Club der Zentralbibliothek 2.000 Euro gespendet. Das Ziel sei, sagte die Leiterin der Zentralbibliothek, Tina Echterdiek, „allen Multiplikatoren, Flüchtlingen und Migranten sowie Ehrenamtlichen Orientierung zu aktuellen Medienangeboten zu bieten, die für das Leben in Deutschland hilfreich sein können“. (taz)
Medizinethiker warnt vor Ökonomisierung
Der Freiburger Medizinethiker Giovanni Maio hat zum Auftakt des Zehnten Bremer Palliativkongresses vor einer Ökonomisierung und Bürokratisierung der Heilberufe und speziell der Palliativmedizin gewarnt. Die Medizin werde zunehmend von einer betriebswirtschaftlichen Logik beherrscht, die die unverzichtbare Zwischenmenschlichkeit ersticke. Experten der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DPG) forderten dazu auf, im Schulterschluss aller Heilberufe für eine ganzheitliche Medizin zu kämpfen. Maio warnte vor einer „Checklist-Rationalität“ ebenso wie vor „standardisierten Handlungsschablonen“. Bei der Organisation des strukturellen Rahmens in Pflege und Medizin seien betriebswirtschaftliche Überlegungen sinnvoll. Doch längst bestimmten ökonomisch-bürokratische Normierungen auch die Inhalte. Zu dem Kongress waren mehr als 650 Fachleute aus ganz Deutschland nach Bremen gekommen. Künftig geht der Bremer Kongress im Deutschen Palliativkongress auf. (epd/taz)
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen