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Was ist Batasuna?

Batasuna wurde vor 24 Jahren als Herri Batasuna (HB) gegründet – als Bündnis linksnationalistischer Gruppierungen und unabhängiger Persönlichkeiten aus Politik, Kultur und Sport des Baskenlandes. Ziel war, die „Konstituierung des Baskenlandes“ voranzutreiben. HB bezieht sich damit nicht nur auf die drei zur baskischen Autonomie zusammengeschlossenen Provinzen, sondern auch auf die Nachbarregion Navarra und die drei baskischen Provinzen in Frankreich. 1979 erreichte die Partei 15 Prozent Stimmanteil.

Von Anfang an zeichnete sich HB durch starke ideologische Nähe zu ETA aus. Im Laufe der Jahre verlor die Partei zusehends an eigenem Entscheidungsspielraum. Seit 2001 ist HB, bei einem Stimmanteil von zehn Prozent, im baskischen Parlament. nur noch mit sieben Abgeordneten vertreten. Die Wahlen zum spanischen Parlament wurde von den Separatisten boykottiert. Lokal regiert Batasuna in 61 Gemeinden. 882 Gemeinderäte zogen bei den letzten Kommunalwahlen auf einer offenen HB-Liste in die Kommunalvertretungen ein.

Mit zunehmendem Druck auf ETA vermischten sich die legalen und illegalen Strukturen der „Nationalen Baskischen Befreiungsbewegung“ (MLNV). Dies wirkte sich auch auf HB/Batasuna aus. Ein Teil der Parteistrukturen stand – so die Ermittlungen von Richter Baltazar Garzon – direkt im Dienste der bewaffneten Kommandos. Sie übernehmen finanzielle Transaktionen, trieben Schutzgelder ein. Insgesamt 132 interne Funktionsträger sowie gewählte Vertreter und Kandidaten von HB oder Batasuna wurden wegen ETA-Mitgliedschaft rechtmäßig verurteilt oder warten auf ein Verfahren. R. W.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen