herzensort: Lesen, essen, lernen, leiden
Unmotiviert und müde gehe ich am Morgen auf das lachsfarbene Gebäude zu. Hier komme ich erst wieder raus, wenn es dunkel ist. Nähert sich das Unisemester dem Ende, sieht jeder Tag so aus. Doch dann entdecke ich auf der Treppe am Eingang meine Freundinnen. Sie winken und meine Laune hebt sich, ich geselle mich zu ihnen und gemeinsam laufen wir in die Campus-Bibliothek Bergheim der Universität Heidelberg.
Wir steuern den Keller an und die Ecke mit den vier Plätzen, die wirkt, als wäre sie für uns gemacht. Synchron klappen wir unsere Laptops auf und das große Tippen beginnt. Etwa eine Stunde arbeiten wir konzentriert, dann treffen sich schon wieder unsere Blicke: „Päuschen?“, fragt meine Freundin. Ich nicke und wir gehen hoch in die Mensa. Dort erwartet uns das Tagesgericht für wenige Euros und zum Nachtisch ein Kaffee, bevor es wieder zum leidigen Lernen geht.
Am Abend findet hier noch der Unikurs statt, danach kann ich endlich nach Hause. Aber alles halb so wild, denn mit meinen Freundinnen lässt sich mein gefühltes zweites Zuhause gut aushalten. Xenia Dederer
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