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herzensort„Gu-kuh“ und ein gutes Buch

Ich liege in einer Hängematte zwischen zwei alten Bäumen in unserem Garten in Niederbayern. Der Himmel ist wolkenlos und die warmen Sonnenstrahlen streifen mein Gesicht. Ein Kuckuck ruft sein „gu-kuh“ und mein Blick wandert über weite Raps- und Maisfelder. Ab und zu zieht ein Flugzeug vorbei und hinterlässt weiße Streifen am Himmel.In meiner Hand halte ich ein Buch, auf das ich mich seit Tagen freue. Sanft schwinge ich hin und her und beginne zu lesen. Langsam merke ich, wie ich abschalte und mich entspanne.

Obwohl ich diesen Ort immer schon geliebt habe, haben mein Bruder und ich uns manchmal beschwert, wenn wir für das Wochenende aus der Stadt rausgefahren sind. Was sollte man hier schon tun? Am Ende wollten wir dann meistens gar nicht mehr zurück.

Meine einzigen To-dos hier sind, Marmelade aus frisch gesammelten Erdbeeren zu machen, Tennis zu spielen, mein Buch zu Ende zu lesen und Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Hier kann ich einfach mal nichts tun – und genau das genießen. Marlene Speckan