herzensort: Gut gelegen in Kreuzberg 61
Bei Jörg, in Berlin am Chamissoplatz, betrete ich meine kleine Enklave der Entspannung, eigentlich eine Praxis für Osteopathie. Schon das Drandenken löst Glücksgefühle aus: Ein hölzernes Tiny House, passgenau reingezimmert in einen Berliner Hinterhof. Unten zur Tür rein, Fußmatte, kleiner Tisch, eine Kladde und ein Stift, ein Wasserkocher, Schuhe aus! Auch der Wandkalender beruhigt, Farbverläufe statt terminierter Geradlinigkeit. Wendeltreppe rauf, aus hellem Holz, wie der Boden, wie die Wand und die Decke. Auf der Bank, etwa kniehoch, lege ich meine Kleidung ab. Und da steht sie, mittig auf den Holzbohlen, direkt unterm Dachfenster: die Liege.
Schwarz geledert, höhenverstellbar! Auf der renkt mich Jörg ein, legt mir die Hand auf den Bauch, „deine Nebenniere ist total am ballern“, sagt er. Wohl der Stress. Das Tauziehen zwischen Cortisolproduzentin und Dachfenster gewinnt mit Sicherheit wieder das Dachfenster, durch das ich blicke, während wir uns erzählen, wie’s war und was kommt. Zum Glück bald wieder, platziert auf der Liege unterm Kreuzberger Dachfenster. Morgen um sechs ist der nächste Termin. Florian Nass
Nur noch 460 – dann sind wir 50.000
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 460 Freiwillge, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen