gerhard schröder: kusinen beißen kanzler:
„Hund beißt Mann“ sei keine Nachricht, heißt es nach einem alten Spruch im Journalistengewerbe. „Mann beißt Hund“ hingegen sei meldenswert – wobei: Das hatten wir doch auch alles schon, gähn. Jetzt aber kommt die Sensation: Gerhard Schröder hat zwei neue Kusinen! Das ist ungefähr so schlagzeilenträchtig wie „Schröder beißt Hund“. Meint jedenfalls die Bild am Sonntag, die gleich vier Seiten mit der Schmonzette füllte, weil sie sich aber auch jede menschelnde Geschichte vom Medienberater des Kanzlers unterjubeln lässt. Dabei ist die Story fade wie eine Hundewurst. Was die BamS nämlich nicht weiß: Die zwei angeblich in Thüringen entdeckten Kusinen von Gerhard Schröder sind in Wirklichkeit russische Agentinnen, die vor Jahren als „Schläferinnen“ vom KGB eingeschleust wurden, um den deutschen Kanzler auszuschalten. Kein Umweg war den KGB-Kusinen zu schwierig, um an Schröder heranzukommen, sie gingen sogar über Leichen. Das ist eine Story! Aber so was findet man nicht in der gähnigen BamS, sondern nur auf der Wahrheit.
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