die wortkunde:
Brownout klingt wie der Slogan einer RWE-Kampagne zum früheren Braunkohleausstieg. Doch der Begriff meint etwas anderes. Ist die Menge an produziertem Strom zu gering, kommt es zu einem Spannungsabfall des Elektrizitätsnetzes. Das zeigt sich zum Beispiel am Flackern einer Glühbirne, was dem Wort seinen Ursprung gab. Ein Brownout kann gezielt verursacht werden, indem bestimmte Gruppen oder auch Stadtteile temporär vom Stromnetz abgetrennt werden. Die reduzierte Nachfrage wirkt dem Spannungsabfall entgegen. Um die Auswirkungen für alle Betroffenen so gering wie möglich zu halten, ist das auch reihum möglich (sog. „rollierende Abschaltung“). Am Donnerstagmorgen war kurz der Berliner Straßenverkehr dran: „Im gesamten Stadtgebiet sind #Ampeln nach der Nachtabschaltung nicht wieder in Betrieb gegangen“, twitterte die Verkehrsinformationszentrale um 7.34 Uhr. Hoffentlich gilt das nicht bald auch für die Energieversorgung der politischen Ampel.
Jakob Guttenbacher
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