die wahrheit: Heiliger Himmel
Vatikan fordert größere Vorsicht bei Wundern.
ROM dpa/taz Endlich ist Schluss mit diesen Nullachtfünfzehn-Wundern. Der Vatikan hat seine Bischöfe jetzt aufgefordert, bei der Überprüfung möglicher Wunder, die für eine Selig- oder Heiligsprechung nachgewiesen werden müssen, größere Vorsicht walten zu lassen. So musste der Papst kürzlich einem südamerikanischen Bischof, der einen Flughafen heiligsprechen lassen wollte, erklären, dass automatische Türen sich nicht durch ein Wunder öffnen. Auch habe der Heilige Vater einem Kardinal erläutern müssen, dass man mit einer Fernbedienung die Programme eines Fernsehgeräts umschalten könne und nicht etwa einen direkten Draht nach ganz oben habe, wie der gute Mann behauptet hatte. Der Bischof wollte einen Fernsehtechniker heiligsprechen lassen, der ihm vorgegaukelt hatte, Gott höchstpersönlich spreche aus dem Fernseher zu dem Kardinal.
Die Wahrheit auf taz.de
Die Wahrheit
ist die einzige Satire- und Humorseite einer Tageszeitung weltweit.
Die Wahrheit
hat den einzigartigen Cartoonstreifen: ©Tom Touché.
Die Wahrheit
hat drei Grundsätze:
Warum sachlich, wenn es persönlich geht.
Warum recherchieren, wenn man schreiben kann.
Warum beweisen, wenn man behaupten kann.
Deshalb weiß Die Wahrheit immer, wie weit man zu weit gehen kann.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert