piwik no script img

der schwerpunkt

Ökotoiletten: Mensch kennt das aus eigenem Erleben ja zur Genüge: Da ist man unterwegs und muss mal ganz dringend. Mit den öffentlichen Toiletten ist es in deutschen Landen ein Trauerspiel, es gibt einfach viel zu wenige. In der Hauptstadt immerhin läuft ein vielversprechendes Pilotprojekt. In jedem Stadtbezirk stehen zwei Ökotoiletten, die wie das Exemplar am Invalidenpark auf unserem Foto aussehen. Es steht unweit des Hauptbahnhofs in Berlin-Mitte. Schon von Weitem leuchtet das Gelb. Die Toilette ist kostenlos zu benutzen, nachhaltig, weil sie ohne Wasseranschluss auskommt und ihren Solarstrom selbst produziert. Und sie ist geschlechtergerecht. Ein Traum. Wenn alles sauber bleibt und es keine Probleme gibt. Denn einige Ökotoiletten stehen nicht in idyllischen Parks, sondern auf stark frequentierten Plätzen, dort werden die Häuschen etwa von Drogenabhängigen genutzt – nicht nur zum Pinkeln. Zum Thema

Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen