das wetter: Ticken und Plätschern
In Robert Rosendorfer tickte etwas. Zwar nur leise, aber das Ticken war deutlich zu vernehmen. Tick, tack, tick, tack. War es eine Uhr? Oder eine Bombe? Er erstarrte. Einen Moment lang dachte er, nicht mehr richtig zu ticken. Doch, doch, es war noch da. Dann machte er eine erstaunliche Entdeckung. Zog er an seinem linken Ohrläppchen, tickte es schneller, zupfte er am rechten, tickte es langsamer. Einen Tick später entdeckte er schon wieder Verblüffendes. Griff er sich an die Nase, wurde das Ticken durch ein Plätschern ersetzt. Plitsch, platsch, plitsch, platsch. In ihm plätscherte es. Jetzt war er sehr gespannt. Konnte er es genauso langsamer oder schneller plätschern lassen? Und gab es neue Geräusche? Ein Brummen? Oder ein Knirschen? Er griff hierhin wie dorthin, ohne jede Reaktion. Keinen Mucks mehr gab er von sich. Aber genau das hatte er doch gewollt! Robert Rosendorfer jubelte still in sich hinein.
Mit reinem Gewissen wissen
Auf taz.de finden Sie eine unabhängige, progressive Stimme. Frei zugänglich, ermöglicht von unserer Community. Alle Informationen auf unserer Webseite sind kostenlos verfügbar. Wer es sich aber leisten kann, darf – ganz im Zeichen des heutigen "Tags des guten Gewissens" – einen kleinen Beitrag leisten. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen